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1. FC Köln gegen Mönchengladbach: „Mal sehen, was der Trainer aus dem Hut zaubert“

170216 Peter Stöger

FC-Trainer Peter Stöger.

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dpa

Köln -

Die Rückkehr zur oftmals praktizierten Aufstellungsrotation ist für Peter Stöger am Samstag Pflicht. Anders als am letzten Wochenende, als er gegen Frankfurt erneut auf die Startelf vom voraufgegangenen Spiel in Hamburg setzte, muss er nun Änderungen vornehmen. Mindestens zwei Positionen hat der FC-Trainer beim Gastspiel in Mönchengladbach neu zu besetzen. Denn mit Marcel Risse (Gelb-Sperre) und Simon Zoller (Faserriss) fällt ihm das Duo auf der rechten Außenbahn aus.

Den offensiven Part von Simon Zoller könnten Leonardo Bittencourt oder Yuya Osako übernehmen. Problematischer dürfte die Besetzung dahinter sein.

Risse als Tribünengast

„Das ist die erste Gelb-Sperre meiner Karriere. Vorher habe ich maximal drei Verwarnungen innerhalb einer ganzen Saison bekommen“, zeigte sich Marcel Risse auch vier Tage nach dem Novum verwundert über die erzwungene Rolle als Tribünengast.

Möglicherweise sei dies der Tatsache geschuldet, dass er gegen die Eintracht wieder als Rechtsverteidiger spielte. „Das ist schon etwas anderes, als wenn man vorne spielt“, stellte der gelernte Außenstürmer fest. Tatsächlich wurde er vier Mal als Abwehrspieler verwarnt.

Die Rolle übernahm der 26-Jährige in dieser Saison nach dem neunten Spieltag und löste damit den vor allem im Offensivspiel schwächelnden Pawel Olkowski ab. Der stand beim Rückrundenstart gegen Stuttgart zwar wieder in der Anfangsformation, um aber aufgrund von katastrophalen Fehlern in der 51. Minute ausgewechselt zu werden.

Zur aktuellen Situation des polnischen Nationalverteidigers sagte Peter Stöger: „Pawel hat sich verbessert. Nach dem Stuttgart-Spiel hat er den Einsatz in der zweiten Mannschaft als Chance angenommen und sich wieder in den Kader gearbeitet. Er hat sich nicht hängen lassen. Es wird besser – Gott sei Dank.“

Es gibt genügend Alternativen

Aber reicht die Verbesserung aus, um gegen die Borussia zu bestehen? Gegenspieler wäre wohl Fabian Johnson, dem beim 1:3 am Sonntag in Hamburg der fünfte Saisontreffer gelungen war. Andererseits besitzt Pawel Olkowski im Kölner Kader die größte Erfahrung auf der Position und verfügt über Offensivqualitäten, die er nur wieder zeigen müsste. Erste Alternative zu ihm wäre Frederik Sörensen. Der junge Däne, von Hause aus Innenverteidiger, spielte während seiner Zeit in Italien häufiger als Rechtsverteidiger.

Peter Stöger und Manfred Schmid haben sich natürlich schon entschieden. „Wie immer, wenn jemand ausfällt, gibt es zwei, drei Überlegungen“, lautet ihr Kommentar. Dem schloss sich auch Matthias Lehmann an. Es seien genug Alternativen vorhanden: „Mal sehen, was der Trainer aus dem Hut zaubert.“

Er selber war am Wochenende zunächst ein Opfer Stögerscher Magie geworden. „Es war schon komisch, nicht in der Startelf zu sein. Aber der Trainer hatte so entschieden, weil er der Mannschaft von Hamburg nochmals das Vertrauen geben wollte. Deshalb habe ich keinen Heulkrampf bekommen. Da gibt's nichts zu mosern, sondern man muss es akzeptieren“, meinte der Kapitän.

Dem Derby schaut er optimistisch entgegen. Man sei eine geschlossene Einheit, habe sich jüngst selbst durch den Rückstand nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Das stärkt einen, da wird die Brust breiter. Vielleicht gewinnen wir ja erneut und kommen so in eine positive Spirale, in der es von alleine läuft.“


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