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1. FC Köln: Pokal-Aus mit Stolz und Frust

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Enttäuscht reagieren Miso Brecko (vorn) und Christian Clemens nach dem Pokal-Aus. Foto: dpa
Im Gepäck des 1. FC Köln war nach der Niederlage gegen Stuttgart im DFB-Pokal ein bisschen Stolz, aber auch Frust, die große Chance auf das Erreichen des Viertelfinales im DFB-Pokal knapp verpasst haben. Der Trainer war voll des Lobes. Von
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Kurz vor Mitternacht machte sich der Tross des 1. FC Köln am Mittwochabend im Mannschaftsbus auf den Weg zurück in die Heimat. Im Gepäck des Fußball-Zweitligisten war ein bisschen Stolz, aber auch Frust, die große Chance auf das Erreichen des Viertelfinales im DFB-Pokal knapp verpasst haben. Denn bei der 1:2 (0:2)-Niederlage beim Erstligisten VfB Stuttgart hatte der FC in der Schlussphase vor und nach dem Anschlusstreffer von Christian Clemens (80.) einige gute Torgelegenheiten vergeben und damit den Sprung in die Verlängerung verpasst.

"Ich muss meiner Mannschaft ein ganz großes Kompliment machen und bin stolz auf meine Jungs. Sie haben ein gutes Spiel gemacht", lobte Trainer Holger Stanislawski sein Team. Einzig mit der Chancenverwertung war der Fußballlehrer nicht zufrieden. "Von der Vielzahl der Möglichkeiten hätten wir die eine oder andere nutzen müssen." Frank Schaefer war insbesondere davon angetan, dass die Mannschaft nach dem Doppelschlag der Stuttgarter durch Christian Gentner (31.) und Vedad Ibisevic (36./Handelfmeter) nicht eingebrochen war. "Das war in früheren Jahren anders und spricht für die Einstellung und den Zusammenhalt der Spieler", wollte der Sportliche Leiter des FC herausgestellt wissen. "Die vor Saisonbeginn neu zusammengestellte Mannschaft hat sich nach den zu erwartenden Anfangsschwierigkeiten gefunden."

Kessler überraschend eingesetzt

Zu einem überraschenden Einsatz, dem ersten in einem Pflichtspiel, kam Thomas Kessler. "Erfahren habe ich es erst um 18.45 Uhr in der Mannschaftsbesprechung, aber der Trainer hatte vorher schon so ein paar Andeutungen gemacht", erklärte der Torhüter. "Ich bin immer für einen Einsatz bereit. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, aber viel schöner wäre es natürlich gewesen, wenn wir heute ins Viertelfinale eingezogen wären." Geärgert wird sich die gesamte Geißbock-Familie noch einmal nach der Auslosung haben. Denn in der Runde der letzten acht Teams hätte mit einem Heimspiel gegen Ligakonkurrent VfL Bochum eine lösbare Aufgabe gewartet. Hätte, wenn und aber.

Gestern Vormittag versammelten sich die Spieler noch einmal zu einem gemeinsamen Frühstück im Geißbockheim, bevor es nun in die Winterpause geht. Die erste Übungseinheit findet dann wieder am 4. Januar um 14 Uhr statt. Doch faulenzen dürfen die Spieler während dieser Zeit nicht. Jeder einzelne bekam vom Trainerteam einen Trainingsplan überreicht. Vom 8. bis 17. Januar fahren die Kölner dann - wie in den vergangenen Jahren - ins Trainingslager im türkischen Belek. Das erste Heimspiel des Jahres 2013 bestreitet der FC am Samstag, 2. Februar 2013, um 13 Uhr im Rhein-Energie-Stadion gegen den FC Erzgebirge Aue.

Ob dort dann auch der eine oder andere Neuzugang dabei sein wird, ließ Frank Schaefer offen. Konkreter wurde Holger Stanislawski: "Die Defensive ist dünn besetzt und auch vorne könnten wir noch eine Verstärkung gebrauchen. Wir beobachten den Markt."

Auf der anderen Seite gilt es, Milivoje Novakovic (Vertrag bis 2014), der bis zum Jahresende an den japanischen Erstligisten Omiya Ardija ausgeliehen ist, zu transferieren oder erneut zu verleihen. Trennen möchte sich der Verein zudem von Chong Tese (Vertrag bis 2014).

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