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Kölner Philharmonie: Musikkorps der Bundeswehr begeistert

Flexibel und facettenreich zeigte sich das Musikkorps unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling. (Fotos: Meisenberg)

Flexibel und facettenreich zeigte sich das Musikkorps unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling. (Fotos: Meisenberg)

Köln -

Das Konzert vor „kommerziell ausverkauftem Haus“ sei schon jetzt ein Erfolg. Mit diesen Worten eröffnete Helmut Heinen, Rundschau-Herausgeber und Vorsitzender der Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT, das traditionelle Benefizkonzert des Musikkorps der Bundeswehr in der Philharmonie. Seit Jahrzehnten können sich bedürftige Rentner der Region auf die Unterstützung der Altenhilfe verlassen. Für eine besondere Freude sorgen die jährlich zur Weihnachtszeit persönlich überbrachten 6500 Pakete, die ein Lächeln auf die Gesichter jener zaubern, die sich sonst nur wenig leisten können. Hierbei kommt die Bundeswehr ins Spiel, denn auch diesmal werden die Pakete demnächst in der Lüttich-Kaserne in Köln-Longerich von Soldatinnen und Soldaten, Ehrenamtlichen karitativer Einrichtungen und Schülerinnen und Schülern liebevoll gepackt. Ein Beispiel eines solchen Pakets überreichte Heinen an den Bundeswehr-Schirmherr Brigadegeneral Michael Gschoßmann, seit 2013 Standortältester in Köln.

Das Benefiz war das letzte Konzert, welches Oberst Michael Schramm, Leiter des Militärmusikdienstes, betreute. Aus den Publikumsreihen bedankte er sich für den warmen Applaus. Unter den Gästen fand sich zahlreiche Prominenz wie der Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch, die Landräte von Euskirchen (Günter Rosenke) und des Oberbergischen Kreises (Jochen Hagt). Ebenfalls nahmen die stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg Kreises (Notburga Kunert) und der stellvertretende Landrat des Rhein-Erft Kreises (Bernhard Ripp) teil. Der ehemalige Landrat Hagen Jobi (Oberbergischer Kreis) und die ehemalige stellvertretende Uta Gräfin Strachwitz (Rhein-Sieg-Kreis) waren willkommene Gäste, die der Veranstaltung Glanz verliehen. Unter den Promis war auch der ehemalige Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar. Natürlich musste Heinen gar nicht betonen, dass es sich bei dem Musikkorps der Bundeswehr um ein „erstklassiges sinfonischen Blasorchester in unserem Land“ handelt. Den akustischen Beweis gab es an diesem Abend über zwei Stunden lang.

Das Besondere an diesem Klangkörper ist ja die Flexibilität. Von zünftigen Märschen über klassische Meisterwerke (Hector Berlioz, Römischer Karneval oder Richard Strauss, Festliches Präludium) bis hin zum Swing deckten die hervorragenden Musikerinnen und Musiker ein breites Spektrum ab.

Der leitende Oberstleutnant Christoph Scheibling erzählte viel und Amüsantes zu den Werken; auch darüber, dass sein Musikkorps dieses Jahr „zu den drei Topakts des Heavy-Metal-Festivals in Wacken“ gehörte. Dort hatte man mit der Band U.D.O. das Open Air eröffnet.

Einem anderen Udo, nämlich dem verstorbenen Udo Jürgens, zollte man mit dem Medley „Merci!“ ein letztes Tribut. Zuvor hatte man die Stimmung mit mehreren Swing-Soul-Klassikern in Big-Band-Besetzung bereits aufgelockert. Gleich drei tolle Trompeter waren zu erleben: Oberstabsfeldwebel Uwe Berning und Stabsfeldwebel Jörg Brohm aus den eigenen Reihen sowie Andy Haderer von der WDR Big Band. Besonders bühnenpräsent – wie immer – Stabsfeldwebel Martin Frings, der groovige Soli beisteuerte.

Als Zugabe gab es „in Solidarität mit dem französischen Volk“ ein als „Ce soir nous somme tout le France“ angekündigtes Medley. Zur abschließend gespielten deutschen Nationalhymne stand das gesamte Publikum auf.