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Auf den Heumarkt: Colosseum kehrt zurück

KÖLN -

Der Heumarkt wird sich beim Rosenmontagszug erneut in ein Colosseum verwandeln. Mit dem Prachtbau in Rom hat dies allerdings wenig zu tun, vielmehr wird der Zug durch eine von neun überdachten Tribünen gesäumte Gasse ziehen. 3000 Menschen werden hier wie in einem Stadion auf Schalensitzen Platz finden.

Das Festkomitee hat das Colosseum dieses Mal an das Chemieunternehmen Lanxess verpachtet – und darf sich über die Einnahmen freuen. „Der Rosenmontagszug ist ein großes Verlustgeschäft. Durch unser Konzept können wir Firmen einen optimalen Markenauftritt beim größten Volksfestumzug in Europa anbieten“, sagte Markus Ritterbach, Präsident des Festkomitees. Voriges Jahr hatte ein Schweizer Finanzunternehmen das Colosseum betrieben. Dieses Jahr sollen die Tribünen rot und weiß geschmückt werden; dies sind die Stadtfarben, aber auch die Farben von Lanxess.

Das Colosseum war im vorigen Jahr massiv kritisiert worden. Vorgruppen des Rosenmontagszugs waren von Ordnern am Beginn der Tribünengasse gestoppt worden. Viele Jecke fühlten sich ausgesperrt. Doch auch dieses Mal wird auf dem Heumarkt wieder eine geschlossene Gesellschaft feiern, denn die Tribünenkarten kosten 74,50 Euro.Die Zugteilnehmer sollen nach Vorstellung des Festkomitees beim Durchschreiten des Colosseums einen „einzigartigen Arena-Charakter“ erleben, der an die Spektakel im römischen Köln erinnere.Von den Einnahmen der Verpachtung will das Festkomiteeauch den Rosenmontagszug stärken. „Durch Investitionen in neue Kostüme für die Ausstattung unserer Gesellschaften und die Ausbildung neuer Künstler wollen wir die Zukunft des Karnevals sichern“, betonte Ritterbach. Karten für die Colosseum-Tribünen gibt es im „Kaatebus“ auf dem Neumarkt und im Internet. (tho)

kartenservice@koelnerkar-neval.de


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