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„Heroes“: Auswärtiges Amt bedankt sich bei David Bowie für Beitrag zum Mauerfall

Rockmusiker in der Festhalle in Frankfurt am Main am 05.04.1990.

Rockmusiker in der Festhalle in Frankfurt am Main am 05.04.1990.

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dpa

Berlin/London -

Das Auswärtige Amt hat sich bei dem am Sonntag gestorbenen Rockstar David Bowie für seinen musikalischen Beitrag zum Fall der Berliner Mauer bedankt. „Auf Wiedersehen, David Bowie. Du bist jetzt unter #Heroes (Helden)“, twitterte die Zentrale der deutschen Diplomatie am Montag auf dem englischsprachigen Account. „Danke, dass du geholfen hast, die Mauer zu Fall zu bringen.“

Bowie hatte in den 70er Jahren in West-Berlin gelebt. In seinem Hit „Heroes“ geht es um ein Liebespaar, das sich an der Mauer küsst, während geschossen wird.

Bowies Tod trifft Berlin tief

Der Tod von David Bowie hat auch die Stadt Berlin nach den Worten des Regierenden Bürgermeister Michael Müller tief getroffen. „Zu Bowie bestand nicht nur musikalisch eine besondere Verbindung. Der Künstler gehörte zu uns“, teilte der SPD-Politiker am Montag mit. Bowie hatte in den 1970er Jahren eine seiner kreativsten Zeiten in Berlin verbracht.

In den legendären Hansa-Studios hatte Bowie seine Alben „Low“, „Heroes“ und „Lodger“ aufgenommen - damals noch im Schatten der Mauer, wie Müller schrieb. Der Titelsong des „Heroes“-Albums „wurde zur Hymne unserer damals geteilten Stadt und ihrer Sehnsucht nach Freiheit“. Bowie habe nicht nur musikalisch Maßstäbe gesetzt, sondern auch unverwechselbar seine Verbundenheit zu Berlin ausgedrückt.

„Am liebsten würde ich jetzt auf dem Weg zur Arbeit umkehren, mich zu Hause einschließen und seine Platten hören“, schrieb Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner bei Facebook. Bowie habe exzellent bewiesen, „dass man Stil haben kann, auch wenn man gegen den Strom schwimmt“, teilte Renner zudem offiziell mit. „Seit Herbert von Karajan ist David Bowie wahrscheinlich der bedeutendste mit Berlin verbundene Musiker, den wir verloren haben.“ Bowie habe Berlin „als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten gefeiert“. (dpa)

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