Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

800 Serieneinbrecher identifiziert: Immer mehr Einbrüche in NRW

Symbolbild

Symbolbild

Foto:

dpa

Düsseldorf -

Trotz steigender Einbruchzahlen sieht NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) Erfolge im Kampf gegen Einbrecherbanden. Seit August 2013 seien fast 800 Serieneinbrecher identifiziert worden. Gut 500 von ihnen „waren oder sind in Haft“, sagte Jäger am Mittwoch in Düsseldorf. Für den Anstieg seien „kriminelle Banden aus Südosteuropa“ verantwortlich.

Das NRW-Konzept gegen mobile Serieneinbrecher sei inzwischen von der Innenministerkonferenz den anderen Bundesländern zur Nachahmung empfohlen worden. Als mobiler Intensivtäter gilt, wer binnen eines Jahres mindestens fünf Einbrüche in drei verschiedenen Polizeibezirken begeht.

Kritik am Konzept

Kritik kam von der Landtagsopposition: „Wenn das NRW-Fahndungskonzept gegen mobile Einbrecher bundesweites Vorbild ist, dürften die Einbruchszahlen und Aufklärungsquoten in NRW nicht bundesweites Schlusslicht sein“, so der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Marc Lürbke. Wie wenig Druck Einbrecher in NRW verspüren, habe sich bei der letzten Aktionswoche gegen Einbrüche gezeigt. Während Polizeibeamte Flyer verteilten, hätten Einbrecher zeitgleich tausende Wohnungen ausgeräumt.

Der Chef des Landeskriminalamts Uwe Jacob rechnet mit über 60 000 Wohnungseinbrüchen im Jahr 2015. Im Jahr zuvor waren 52 800 Fälle gezählt worden. „Unsere Konzepte sind gut und greifen. Aber wir haben andere Entwicklungen, die wir zur Kenntnis nehmen müssen. Wir verzeichnen immer mehr nichtdeutsche Straftäter“, sagte Jacob der Deutschen Presse-Agentur. „Bislang waren die meisten überregional aktiven Täter Deutsche, mittlerweile sind es Rumänen“, sagte Jacob. (dpa)


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?