
WIEN/INNSBRUCK - Der 43-Jährige habe massive Schäden am Gehirn erlitten, gaben die behandelnden Ärzte in Innsbruck am Freitag bekannt. Der zweitälteste Sohn von Königin Beatrix war vor einer Woche beim Skifahren in Lech in Vorarlberg von einer Lawine verschüttet worden.
Er lag mehr als 20 Minuten unter den Schneemassen, bevor er gerettet und in die Klinik gebracht wurde. „Es kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob Prinz Friso jemals wieder das Bewusstsein erlangen wird“, erklärte Wolfgang Koller, Leiter der traumatologischen Intensivstation an der Innsbrucker Klinik.
Ein Sauerstoffmangel im Gehirn habe einen 50 Minuten langen Herzstillstand ausgelöst, der Prinz musste reanimiert werden, sagte der Arzt. Am Donnerstag habe erstmals eine Untersuchung durchgeführt werden können. Dabei habe sich gezeigt, dass der Sauerstoffmangel massive Schäden am Gehirn verursacht habe.
Königin Beatrix bleibt nach dem Lawinenunfall ihres Sohnes Johan Friso länger in Österreich. Sie verlängerte ihren Aufenthalt im Skiort Lech bis nächste Woche, wie das niederländische Königshaus in Den Haag am Donnerstag mitteilte. Nur am Wochenende werde Beatrix (74) vorübergehend in die Niederlande zurückkehren. Das Königshaus listete bis Mitte kommender Woche Termine auf, bei denen die Königin vertreten wird.
Friso (43) liegt seit knapp einer Woche auf der Intensivstation der Uniklinik Innsbruck im künstlichen Koma.
Am Donnerstag besuchten Frisos Frau Mabel, sein jüngerer Bruder Prinz Constantijn und dessen Frau, Prinzessin Laurentien, den Verunglückten. Friso kam letzten Freitag unter eine Lawine, er lag 20 Minuten unter Schneemassen begraben und hatte vermutlich einen Herzstillstand, bevor er gefunden und wiederbelebt wurde. (dpa)