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Spanien: Juan Carlos will nicht Abdanken

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Juan Carlos bei seiner Rede zum Dreikönigstag im Königspalast in Madrid, neben ihm sein Sohn und Nachfolger. Foto: dpa
Der spanische König Juan Carlos hat an seinem 75. Geburtstag zum ersten Mal seit 12 Jahren ein TV-Interview gegeben. Zuletzt hatte man in Spanien immer wieder über eine Abdankung des Monarchen spekuliert. Diesen Gerüchten erteilte er eine klare Absage.
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Madrid

Der spanische König Juan Carlos hat seinen 75. Geburtstag still und leise gefeiert und sich erst am Tag danach wieder öffentlich gezeigt.

Am Sonntag sah ihn das Volk erstmals seit der Hüftoperation vor sechs Wochen wieder bei einer Amtshandlung, als er die traditionsreiche Militärparade zum 6. Januar vor dem Königlichen Stadtschloss in Madrid verfolgte. In einem Interview des Fernsehsenders TVE, das am späten Freitagabend gesendet wurde, sagte Juan Carlos, er wolle trotz gesundheitlicher Probleme noch lange nicht zugunsten von Kronprinz Felipe (44) abdanken.

„Ich befinde mich in guter Verfassung, habe Energie und freue mich, weiterzumachen, mit all den Herausforderungen, die wir vor uns haben“, sagte Juan Carlos bei TVE - im ersten königlichen Fernseh-Interview überhaupt seit gut zwölf Jahren. Darin kamen die jüngsten Affären um das Königshaus nicht zur Sprache, was in Medien und auch bei Twitter am Wochenende heftig kritisiert wurde.

Empörung über Korruptionsskandal und Elefantenjagd

Große Empörung hatten zum Beispiel ein Korruptionsskandal um Schwiegersohn Iñaki Urdangarín sowie im April die Teilnahme des Königs an einer Elefantenjagd in Botsuana ausgelöst. Diese war nur bekanntgeworden, weil Juan Carlos sich dabei eine Hüfte brach.

Der im November 1975 gekrönte Juan Carlos sprach im Fernsehen jedoch immerhin über die Krise in seinem Land: „Der Mangel an Arbeitsplätzen, der dazu führt, dass Millionen Familien kein würdiges Leben führen können und dass junge Menschen das Land verlassen müssen, um einen Job zu finden, tut mir sehr weh.“

Ohne direkt die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien zu nennen, kritisierte er auch die „Trennungspolitik“, die für „Spanien überhaupt nicht gut“ sei. Versöhnlich betonte Juan Carlos aber auch, er sei stolz, dass er mit den Bürgern seines Landes „ein modernes und solidarisches Spanien“ aufgebaut habe. (dpa)

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