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Hilfe für Togo: Grundstein für die nächste Schule

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Der Schwerpunkt der Arbeit des Rheinbacher Vereins liegt auf der Hilfe für Kinder und Jugendliche in Togo. In  Leg Bassito finanziert die Togo-Hilfe einen  Schulbau und war bei der  Grundsteinlegung mit dabei.    
Sehr zufrieden ist eine Delegation der Togo-Hilfe Rheinbach von einem Projekt-Besuch in dem westafrikanischen Küstenstaat zurück gekehrt. „Alle Projekte laufen und werden gepflegt“, berichtete Vorsitzender Michael Firmenich.  Von
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Rheinbach

Sehr zufrieden ist eine Delegation der Togo-Hilfe Rheinbach von einem Projekt-Besuch in dem westafrikanischen Küstenstaat zurück gekehrt. „Alle Projekte laufen und werden gepflegt“, berichtete Vorsitzender Michael Firmenich. Elf Reisende waren mit ihm zwei Wochen am Golf von Guinea, darunter Heiner Schug aus Altendorf, Sissi und Dr. Roland Mantsch aus Wormersdorf und der Meckenheimer Werner Vith. Zwei Mitfahrer kamen aus Mechernich im Kreis Euskirchen und der Rest aus Süddeutschland, wo die Togo-Hilfe ebenfalls viele Förderer hat.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Kontrolle von Projekten in den Regionen Kpalimé, Leg Bassito und Lomé. Im Laufe der selbst finanzierten Reise weihten die Gäste in dem Armenviertel Novissi-Madjatom in der Region Kpalimé ein neues Schulgebäude aus Stein mit drei weiteren Klassen ein, dessen Bau der Lions-Club stark gefördert hat. Im Kindergarten in der Gemeinde Kusuntu inspizierten sie Tische und Bänke, deren Fertigung der Verein bei einheimischen Schreinern in Auftrag beauftragt hatte. Als Dankeschön bereiteten die Kinder der Gruppe einen begeisterten Empfang.

Im Ausbildungszentrum der togoischen Hilfsorganisation Agerto (Assotiation Germano-Togolais) weihte die Togo-Hilfe einen Dachstuhl und das Dach des von einem Sturm zerstörten Ausbildungsgebäudes für Näherinnen und moderne Wassertoiletten ein. „Für die Ausbildung am Computer und die Refinanzierung des Zentrums wurde auch ein von der Togo-Hilfe finanziertes Schulgebäude mit angegliedertem Internet-Café in Betrieb genommen“, so Firmenich. Zur Abrundung der Feier bekamen 20 fertige Absolventen des Ausbildungsjahres 2012 ihre Diplome. Die Finanzierung einer Berufsausbildung in Togo ist teuer und das Zentrum Agerto bietet sie bedürftigen jungen Menschen kostenfrei an. Die 20 Lehrer verdienen allerdings kaum ihren Lebensunterhalt, die Togo-Hilfe hat deshalb einen Fonds eingerichtet, damit auch bessere Lehrkräfte bereit sind, in dieser sozial ausgerichteten Einrichtung zu arbeiten.

Kalender
Ein "Juwel"

Zur Finanzierung von  Schulkleidung für ein Kind in Togo, die von einheimischen Schneidern gefertigt wird,  hat die Togo-Hilfe auch für 2013 einen  Wand-Kalender herausgebracht. Er ist in Rheinbach beim Kalendershop  Kayser in der Hauptstraße und bei Optik Firmenich, Weiherstraße 2-4, sowie in Meckenheim bei Steuerberater Werner Vith, Hauptstraße 29, erhältlich. (Bir)

www.togohilfe.com

Der  Koordinator des Rheinbacher Vereins in Togo, Aimé Dogo, hat von Michael Firmenich dessen   Opel  Corsa geschenkt bekommen. So kann er die Koordinationsfahrten jetzt bei jedem Wetter machen –  insbesondere in der Regenzeit –  und muss nicht mit dem Moped oder Buschtaxi fahren. Ein Spediteur aus Süddeutschland brachte den Wagen nach Afrika und er hat auch schon einen Spitznamen: „Brilli“ – wegen der Brillenaufkleber.

In der Gemeinde Leg Bassito-Madjikpeto wurde der Grundstein für ein festes Schulgebäude aus Stein gelegt, da das bestehende Gebäude längst nicht mehr die inzwischen über 800 Schüler aufnehmen kann. „Das Geld dafür haben wir zusammen“, berichtete Michael Firmenich, der in Kusuntu auch Dorfältesten und Entwicklungskomitees über die Anbaumöglichkeiten von Nutzpflanzen sowie die Einnahme-Möglichkeiten für eine Frauengruppe beriet. „Insbesondere die Verwaltung von Einnahmen und die Kontrolle der Ausgaben ist ein wichtiges Ausbildungsthema für die Frauen, von denen die meisten keine Schule besucht haben.“

Arbeitsreiche Tage hatten auch der Wormersdorfer Zahnarzt Dr. Roland Mantsch und seine Frau Sissi: Sie nahmen in der Zahnstation des Krankenhauses Kpalimé zahnmedizinische Eingriffe vor und unterwiesen Zahnärzte an mitgebrachten Geräten. Das Material, Füllungen und Besteck sind mit dem Erlös von Zahngoldspenden finanziert worden, die Mantsch und die Togo-Hilfe in Deutschland erhalten haben. Ebenfalls im Krankenhaus von Kpalimé zeigte Michael Firmenich Ärzten den Umgang mit einem Augenprüfgerät, untersuchte Kinder und Lehrer und gab bei einem Optiker die Fertigung von Brillen für die Kinder in Auftrag.

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