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Offensive der Polizei: Zahl der Einbrüche extrem gestiegen

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Schwerpunktkontrolle gestern in Rhöndorf: Polizisten überprüften Fahrer und kontrollierten Autos. Foto: Kehrein
Nach einer Häufung von Einbrüchen in Bad Honnef in den vergangenen zwei Wochen reagiert die Polizei mit mehr Präsenz, gezielten Kontrollen und stärkerer Aufklärung der Bürger. So stand sie gestern mit ihrem Polizeimobil auf dem Marktplatz. Von
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Carsten Schultz

Nach einer Häufung von Einbrüchen in Bad Honnef in den vergangenen zwei Wochen reagiert die Polizei mit mehr Präsenz, gezielten Kontrollen und stärkerer Aufklärung der Bürger. So stand sie gestern mit ihrem Polizeimobil auf dem Marktplatz und hatte nach Angaben von Manfred Stieger vom Kommissariat Kriminalprävention mit rund 50 Bürgern Kontakt.

Und die Ermittler konnten – quasi passend zu einem Pressetermin am Nachmittag – einen Fahndungserfolg vermelden: Zivilfahnder und Streifenwagenbesatzungen haben vier Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren geschnappt, die in die Esso-Tankstelle an der Hauptstraße eingebrochen waren. Zeugen hatten bemerkt, dass die Verdächtigen in der Nacht zu Samstag in die Werkstatthalle eingestiegen waren und hatten die Polizei alarmiert. Die jungen Leute versuchten zwar zu flüchten, beziehungsweise sich hinter Autos zu verstecken, sie wurden aber dennoch gestellt. Da keine Haftgründe vorlagen, kamen sie nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Die Kripo prüft, ob das Quartett noch für anderen Einbrüche verantwortlich sein könnte.

Um 40 Prozent hat sich die Zahl der Einbrüche in Bad Honnef im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese Zahl nannte gestern Dirk Schuster, Leiter der Kriminalinspektion 3 der Bonner Polizei. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei liegt die Zunahme bei 20 Prozent. Konkrete Deliktzahlen nannte Schuster nicht, die veröffentlicht die Polizei landesweit erst im März.

Die andere Seite der Medaille: Die Aufklärungsquote bei den Einbrüchen in Bad Honnef liegt bei sehr hohen 40 Prozent. „Das ist echt ein Hammer“, sagte Schuster.

Beratung vor Ort:

Manfred Stieger vom Kommissariat Kriminalprävention im  Gespräch mit einem Bürger.
Beratung vor Ort: Manfred Stieger vom Kommissariat Kriminalprävention im  Gespräch mit einem Bürger.
Foto: Kehrein

Nachdem es in den vergangenen knapp zwei Wochen und besonders über Karneval (die Rundschau berichtete) insgesamt knapp 25 Fälle gegeben hatte, reagierten die Ermittler nun mit ihrer Offensive aus stärkerer Präsenz und Ansprache der Bürger. Schuster sprach von einem „breiten Instrumentarium“, zu dem auch die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarbehörden in Siegburg und Rheinland-Pfalz gehöre. Fahndungserfolge wirken sich nach Angaben des Kriminalbeamten immer sofort aus. So seien die Fallzahlen nach der Festnahme eines Intensivtäters im November vorigen Jahres deutlich nach unten gegangen. Ähnlich war es, als im August eine Bande aufflog, die in Hennef, Königswinter und Bad Honnef ihr Unwesen getrieben hatte.

Dirk Schuster und Bert Kluth, Leiter der Wache Ramersdorf, appellierten in diesem Zusammenhang erneut an die Bürger, verdächtige Beobachtungen direkt über die Notrufnummer 110 zu melden. „Wir reagieren sofort darauf“, betonte Kluth, der nach eigener Aussage seit September vorigen Jahres mehr Personal zur Verfügung hat. Nach seinen Erkenntnissen sind in Bad Honnef und Königswinter sowohl reisende Einbrecher als auch „in vielen Fällen ortsansässige Täter“ aktiv.

Dirk Schuster rief die Bürger zudem auf, die Polizei zu informieren, wenn bettelnde Personen von Haus zu Haus gingen und klingelten. Wenn die Tür geöffnet werde, zeigten sie zwar schnell einen Zettel vor. Tatsächlich jedoch baldowerten sie häufig den nächsten Einbruch aus.

Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz,

Königswinterer Straße 500, Telefon (02 28) 15 76 76, E-Mail: KVorbeugung.Bonn@polizei.nrw.de.

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