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Drachenfelsbahn auf einer Sondermarke

Bild: Archiv

Mit der Zahnradbahn auf den Drachenfels - das hat Tradition.

KÖNIGSWINTER. Als vor knapp 125 Jahren, genau genommen am 17. Juli 1883, die Drachenfelsbahn in Königswinter ihren Betrieb aufnahm, ahnte keiner, dass hier eine ganz besondere Erfolgsgeschichte geschrieben werden sollte. Seit dem Betriebsbeginn nahmen und nehmen die Menschen die älteste Zahnradbahn Deutschlands an und lassen sich von der Kombination aus Technik, Natur, Erholung und Erlebnis überzeugen.

„Wir freuen uns sehr auf das Jubiläum", betont Jürgen Limper, der Chef der Drachenfelsbahn, die insgesamt 14 Mitarbeiter hat. „Wir möchten diese Freude das gesamte Jahr durch Sonderpreise und Veranstaltungen an unsere Kunden weitergeben." Und das Besondere: Der Drachenfelsbahn wird eine 45-Cent-Briefmarke gewidmet. Das Motiv darf Limper noch nicht verraten, das hat er dem Bundesfinanzministerium versprochen.

Eine offizielle Geburtstagsfeier mit geladenen Gästen ist für den 17. Juli geplant. Am 20. Juli ist Familientag. „Ein ganz besonderes Angebot haben wir für Schulklassen, die das ganze Jahr für 75 Euro zusammen mit den begleitenden Lehrern die Bahn nutzen können", sagt Limper. So kann die Zahl von bisher gut 35 Millionen Menschen, die sich auf den meist bestiegenen Berg Europas chauffieren ließen, sicher noch gesteigert werden. Übrigens: Seit einigen Jahren bietet die Drachenfelsbahn einen ganz besonderen Service. Brautpaare können sich auf dem 1,5 Kilometer langen Weg zum Gipfel mit 220 zurückgelegten Höhenmetern das Ja-Wort im Hochzeitswagen geben. Bereits nach nur 127 Betriebstagen konnten im ersten Jahr 62 000 Gäste gezählt werden. Im März 1913 kaufte Ferdinand Mülhens, Inhaber von „4711 - Echt kölnisch Wasser“ das Bergbahnunternehmen von der Deutschen Lokal- und Straßenbahngesellschaft.

Ein tragischer Unfall überschattete das Jahr 1958. Am 14. September verklemmten sich damals die zwei Zahnräder der Dampflok durch Überbremsung. Die Lok sprang aus dem Gleis und kippte seitlich um. Einer der Vorstellwagen wurde zerstört. 17 Menschen kamen ums Leben. Mit dem Schrecken kamen glücklicher Weise rund 50 Fahrgäste bei einem Unfall am 13. Juli 2003 davon: Ein defekter Weichentopf ließ den voll besetzten Wagen aus dem Gleis springen; ein Fehler des Fahrers.

Neuer hölzerner

Kilometerzähler

Bis 1958 nutzte die Drachenfelsbahn ausschließlich die Dampfkraft und legte damit insgesamt etwa 900 000 Kilometer zurück. Seitdem gingen Elektrotriebwagen in den Dienst. Mittlerweile sind insgesamt mehr als 2,5 Millionen Kilometer zurückgelegt worden - und das nahm die Belegschaft zum Anlass, einen hölzernen Kilometerzähler in Betrieb zu nehmen, der wöchentlich auf den neuesten Stand gebracht wird.


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