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4:1: Haie verlieren gegen Eisbären

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Die Kölner Haie. (Symbolbild) Foto: dpa
Die Kölner Haie haben überraschend gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin verloren. Obwohl die Haie zunächst in Führung gingen, bezwangen die Eisbären die Kölner mit 4:1.  Von
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Berlin

Gegen den Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) tun sich die Haie auch in dieser Saison vor eigenem Publikum schwer. Die 1:4 (1:2/0:1/0:1)-Niederlage gegen die Berliner Eisbären war bereits die zweite Heim-Schlappe in der laufenden Spielzeit gegen den Titelverteidiger. Die Haie konnten nicht mit dem bestmöglichen Kader antreten, mit Philip Gogulla, Felix Schütz und Philip Riefers fehlten drei wichtige Stürmer. Die Mannschaft war dennoch optimistisch. "Als Top-Team ist es immer unser Anspruch, jedes Heimspiel zu gewinnen", sagte Torsten Ankert. "Heute treffen zwei offensive Mannschaften aufeinander."

Die Berliner übernahmen gleich das Kommando, hatten gute Torchancen durch Florian Busch und Darin Olver. Daher kam das 1:0 der Kölner durch Charlie Stephens fast überraschend, in der neunten Minute schoss der Kanadier von der linken Seite flach aufs Tor, Berlins Torhüter Rob Zepp rutschte die Scheibe durch die Schoner.

Der Meister zeigte sofort seine Qualitäten, nur 26 Sekunden später traf Mads Christensen mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung zum Ausgleich. Berlin legte nach, als Köln einen Fehler machte. Die Haie verloren den Puck an der blauen Linie, Laurin Braun nutzte das und brachte Christensen in Szene, der sein zweites Tor erzielte. Köln bemühte sich, arbeitete, war optisch überlegen. Doch die Gäste setzten die Ausrufezeichen. In der 25. Minute traf Berlins Verteidiger Frank Hördler den Pfosten, drei Minuten später folgte der Knackpunkt der Partie. Die Kölner nutzten ihre Chance nicht, Berlin konterte schnell über Florian Busch, und Jim Sharrow beförderte den Puck mit dem quer gestellten Schlittschuh ins Tor. Die Hauptschiedsrichter gingen zum Videobeweis, berieten lange und gaben den Treffer schließlich, weil keine Kickbewegung vorlag. Damit war es kein "Schlittschuhtor". Eine schwierige Entscheidung.

"Wir fanden heute einfach nicht zu unserem Spiel, den Berlinern gelang das besser", sagte Kölns Stürmer Alexander Weiß ernüchtert. Zum Ende des zweiten Drittels hatten die Berliner weitere gute Chancen, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Im Schlussabschnitt arbeitete Köln weiter, um das Glück noch einmal zu wenden. Berlin war um Kontrolle bemüht, versuchte, die Angriffe der Haie möglichst früh zu ersticken.

So hofften die mehr als 15 000 Kölner Anhänger auf Überzahl-Gelegenheiten. In der 49. Minute war die Chance da, Köln griff in Überzahl an. Doch die Berliner haben einen NHL-Star in ihren Reihen, Daniel Brière schnappte sich die Scheibe, ging auf und davon - und markierte den Endstand. Die Haie nahmen zehn Minuten vor Schluss während eines weiteren Powerplays den Torhüter vom Eis, doch auch diese letzte Maßnahme brachte nichts.

Köln: Aus den Birken, Tjärnqvist, Holmqvist; Robinson, Falk, Minard; Kranjc, Müller; Ticar, Stephens, Tripp; Lüdemann, Ankert; Classen, Weiß, Ohmann; Lavallée; Schmölz, Breitkreuz. - Tore: 1:0 (08:53) Stephens (Ticar/Minard), 1:1 (09:18) Christensen (Katic/Rankel), 1:2 (19:11) Christensen (L.Braun/Hördler), 1:3 (27:54) Sharrow (Busch/Tallackson), 1:4 (48:35) Brière (Sharrow/Baxmann). - Strafminuten: Köln 12; Berlin 14. - Zuschauer: 15 234.- Schiedsrichter: Krawinkel, Bauer.

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