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Kein Ausweichplatz: Parkhaus nur für Pendler mit Ticket

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Alle Schotterplätze am Bahnhof sind als Parkplatz ausgelastet. Kostenfreie Alternativen gibt es im näheren Umfeld für Autofahrer nicht, ihr Gefährt einen Tag lang stehen zu lassen. Foto: Reinnarth
Das Parkhaus hinter dem Euskirchener Bahnhof soll zunächst ausschließlich von echten Pendlern benutzt werden – nicht von Einzelkunden der Bahn oder Euskirchen-Besuchern. Von
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Das Parkhaus hinter dem Euskirchener Bahnhof soll zunächst ausschließlich von echten Pendlern benutzt werden – nicht von Einzelkunden der Bahn oder Euskirchen-Besuchern.

„Das Parkhaus wird vom Land gefördert, und darum muss auch ein Nachweis erbracht werden, dass beim Nutzer ein ÖPNV-Ticket vorliegt“, erklärte Anno Schichler-Koep, Geschäftsführer der Stadtverkehr Euskirchen GmbH (SVE), gestern auf Anfrage der Rundschau.

Im Gegenzug werden die im ersten Bauabschnitt ab Sommer entstehenden 432 Stellplätze von den Pendlern „auf jeden Fall kostenlos“ zu nutzen sein, kündigte Schichler-Koep an. Rund 750 Stellplätze befinden sich nach SVE-Schätzung derzeit auf den nur teilweise befestigten Parkplätzen zwischen den Bahngleisen und der Straße „An der Vogelrute“.

Einfahrt nur mit elektronischer Parkkarte

Dass andere Bahnreisende oder Menschen, die in Euskirchen einkaufen oder arbeiten wollen, nicht in das Parkhaus können, hat einen einfachen Grund. Denn laut Schichler-Koep ist geplant, dass in diesem ersten Bauabschnitt kein Personal eingestellt wird, das etwa Bahnfahrkarten kontrollieren könnte.

Die Einfahrt in das Parkhaus soll deshalb elektronisch kontrolliert werden. Dies bedeute, dass Pendler mit ihrer Pendlerfahrkarte, etwa einem Job-Ticket oder ähnlichem, von der SVE eine Zufahrtskarte erhalten sollen.

Für alle Autofahrer, die keine ÖPNV-Dauerkarte haben, wird das Parken durch die Verwirklichung der „City-Süd“ schwierig. Schon jetzt, für die Zeit der Fällung von Bäumen, die am Donnerstag beginnt und voraussichtlich bis Dienstag nächster Woche dauern soll, ist kein Ausweichplatz gefunden worden.

Bereits als die Sanierung des Parkhauses Spiegelstraße anstand, so Schichler-Koep, sei gemeinsam mit der Stadt Euskirchen abgeklärt worden, ob das ehemalige „Bünder-Grundstück“ gleich in der Nachbarschaft des Pendlerparkplatzes geeignet wäre. Doch, so bestätigte die Stadt Euskirchen gestern, eigne sich dieses Grundstück nicht. „Es gibt dort Gruben, und das Gelände ist nicht verkehrssicher“, sagte Stadtsprecherin Silke Winter.

Das sogenannte „Bünder-Grundstück“ ist schon lange nicht mehr im Eigentum der Firma Bünder. „Die Firma Bünder hat das Grundstück bereits vor mehr als fünf Jahren an die Stadt verkauft“, betonte der Bünder-Generalbevollmächtigte Rainhard Michalik gestern. Mit der Stadt hatte sich die SVE deshalb auch wegen einer möglichen Nutzung des Areals als Parkplatz besprochen. Wegen der City-Süd-Pläne, so Silke Winter, gehöre ein Großteil der Flächen im Planungsgebiet bereits der Stadt Euskirchen – auch das ehemalige Bünder-Gelände.

Die SVE verweist in Ermangelung anderer, kostenlos zu nutzender Flächen im direkten Umfeld auf ihren Park- und Zufahrtsplan für Euskirchen im Internet. Der führt für Autobesitzer, die nicht gewillt sind, Geld fürs Parken zu bezahlen, zum „Grünplätzchen“ (maximal zwei Stunden) , zum Friedhof am Jülicher Ring (maximal drei Stunden), zum Keltenring, zur Kreisverwaltung und zum Charleviller Platz.

Zur Gestaltung des neuen Parkhauses hinter dem Bahnhof gibt es noch keine Neuigkeiten. Im Rathaus waren zwar bereits Pläne für eine Außenfassade mit verschiedenfarbig gestalteten und unterschiedlich ausgerichteten Metalllamellen vorgetragen worden. „Aber eine aktuelle Zeichnung, die dies zeigt, gibt es nicht“, sagte Schichler-Koep – auch nicht im Förderantrag, der bei der Bezirksregierung einzureichen sei.

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