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Nach Edeka-„Teilrückzug“: Plötzlich wieder Ärger mit dem Filetstück

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Die Nachricht vom laut SPD „teilweisen Rückzug“ der Handelskette Edeka vom Standort Weilerswist hat nun auch die Genossen aufgeschreckt. SPD-Fraktionschef Andreas Schulte hakte nach einem Rundschau-Bericht bei Edeka nach. Von
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Weilerswist

Die Nachricht vom laut SPD „teilweisen Rückzug“ der Handelskette Edeka vom Standort Weilerswist hat nun auch die Genossen aufgeschreckt. SPD-Fraktionschef Andreas Schulte hakte nach einem Rundschau-Bericht bei Edeka nach und erfuhr dort, dass das Lebensmittelunternehmen tatsächlich von Plänen abgerückt ist, auf dem als Filetstück bezeichneten ehemaligen „Massenberg“-Gelände am Kreisverkehr Kölner Straße/Bonner Straße einen erweiterten Getränkemarkt mit abgeschlossenem Handel und einer Bankfiliale zu bauen.

Das bestätigte gestern auch Swen Weißer, Pressesprecher des Kreises Euskirchen, gegenüber der Rundschau. Edeka habe den Bauantrag für den Bau des Getränkemarkts nebst angeschlossenen weiteren Räumlichkeiten zurückgezogen, weil sich das Vorhaben nicht mehr realisieren lasse. Der Konzern halte aber seinen Bauantrag auf der anderen Seite der Bonner Straße und an der südlichen Kölner Straße aufrecht.

Derweil ist Sozialdemokrat Andreas Schulte nicht glücklich über die Entwicklung und erinnert: „Gerade um diesen Ausbau auf dem ehemaligen ,Massenberg’-Gelände und damit einen wesentlich Schritt in der Entwicklung des Ortszentrums zu ermöglichen, hat die Gemeinde nicht unerheblich große Flächen im angrenzenden Bereich an Edeka abgegeben.“

Deutlich angesäuert ist Schulte darüber, dass er in der Weilerswister Gemeindeverwaltung zu dem Thema keine aktuellen Informationen erhalten hat. Schulte bat nun seinen SPD-Parteifreund Bürgermeister Peter Schlösser, die Fraktionen in der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses am kommenden Donnerstag, 21. Februar, um 18 Uhr auf den neuesten Stand zu bringen.

Was passiert mit den Grundstücken?

So soll Schlösser beantworten, ob und in welchen Fällen ein Investor ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag mit der Gemeinde Weilerswist habe, wer der Grundstückseigentümer der Flächen für den geplanten Getränkemarkt sei, ob dieser Eigentümer vielleicht schon andere Planvorstellungen im Zusammenhang mit den gemeindeeigenen Flächen habe und wie sich die neue Situation auf die gemeindliche Planung und den beabsichtigten Ausbau der Kölner Straße auswirke. Außerdem soll das Gemeindeoberhaupt darüber Auskunft geben, ob sich durch die neuen Edeka-Pläne auch die Situation für die zum Abriss gekauften Gebäude an der Kölner Straße verändere.

Richtig sauer ist der Weilerswister CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Nußbaum auf die seiner Ansicht nach mangelhafte Kommunikation von Bürgermeister Peter Schlösser. Der sei zwar in Urlaub, doch in seinem Verwaltungsvorstand wisse offenbar niemand davon, dass das Gemeindeoberhaupt möglicherweise bereits von Edeka in Kenntnis der neuen Lage versetzt worden sei. „Das Informationssystem im Rathaus ist mangelhaft. Wir fordern am Donnerstag Aufklärung darüber, wie es weitergeht. Es geht ja auch um das Grundstück an der Berliner Straße, das auch an die neuen Eigentümer des ehemaligen ,Massenberg’-Geländes verkauft werden sollte. Das ist eine sechsstellige Summe, die nun im Haushalt fehlt“, sagte Nußbaum. Dabei handelt es sich nach Angaben des Weilerswister Beigeordneten Alexander Eskes um 250 000 Euro.

Die SPD-Ratsfraktion hat die Gemeindeverwaltung aufgefordert, zur nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses das Ingenieurbüro einzuladen, das die Sanierung der Kölner Straße koordinieren soll. Die Ingenieure sollen über den Stand ihrer Arbeiten berichten.

Andreas Schulte: „Seit Jahren versprechen wir den Bürgern und vor allem den Einzelhändlern die Sanierung und den Ausbau der Kölner Straße. Jetzt wird es höchste Zeit, dass schnell und sichtbar etwas geschieht.“

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