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Panne bei Feuerwehr: Übung begann mit großer Verwirrung

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Die jährliche Übung des Feuerwehr-Nachwuchses auf dem Gelände der Firma JS Recycling sorgte für viel Aufregung: Die Leitstelle war nicht informiert, dass es sich lediglich um einen Probeeinsatz handelt. So alarmierte sie Rettungskräfte aus dem ganzen Kreis. Von
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Feuerwehrübung Kall
Im Rahmen der Übung bei der Firma JS Recycling mussten die jungen Kaller Feuerwehrleute etwa einen Verletzten – eine Puppe – befreien, der unter einem Tank eingeklemmt war. (Foto: Schnitzler)
Kall

Mit ihrem Notruf wollte Helga Claßen am Samstag eigentlich nur eine mit der Kaller Feuerwehr vereinbarte Übung einleiten - wegen eines Missverständnisses wurden über 100 Rettungskräfte im Kreis Euskirchen alarmiert.

Der Reihe nach. Wie schon im vorigen Jahr hatte die Kaller Firma JS Recycling, deren Betriebsleiterin Claßen ist, auch in diesem Jahr mit der Kaller Feuerwehrführung vereinbart, dass die Nachwuchskräfte eine Übung auf dem Firmengelände durchführen sollten. Es sollte ein Szenario mit zwei Verletzten und austretenden Gefahrenstoffen simuliert werden - angesichts der Nähe zur Urft eine anspruchsvolle Übung für die jungen Feuerwehrleute.

Was lief schief? Claßen hatte den Notruf um 14.12 Uhr bei der Leitstelle abgesetzt, die im vergangenen Jahr über die Übung informiert gewesen war - diesmal jedoch nicht. Da es sich scheinbar um einen größeren Unfall handelte, funkte die Leitstelle richtigerweise die Kaller Feuerwehr und weitere Löschzüge sowie Rettungswagen, Notärzte und Einsatzkräfte des DRK an.

Um 14.15 Uhr erreichte Harald Heinen, Leiter der Gemeindefeuerwehr Kall, das unweit des Kaller Hallenbads gelegene Betriebsgelände von JS Recycling und erklärte Claßen und Geschäftsführer Stephan Reinartz, was passiert war. Zu diesem Zeitpunkt hatte Heinen bei der Leitstelle längst Entwarnung gegeben, diese pfiff die Einsatzkräfte zurück. Einige von ihnen warteten schon bei ihren Feuerwehrgerätehäusern. Immerhin: Niemand rückte mit Blaulicht nach Kall aus.

Nach dem Ausstoß von soviel Adrenalin noch vor der eigentlichen Übung konnten die Kaller Feuerwehrleute unter dem Kommando von Zugführer Frank Dreßen und einigen Gruppenführern dann endlich am „Unfallort“ loslegen.

Drei bis vier Übungen pro Jahr

Während eine Gruppe Feuerwehrleute den ersten „Verletzten“ aus einer Halle rettete, kümmerte sich eine andere Gruppe um den zweiten „Verletzten“. Dieser - eine Puppe - lag eingeklemmt unter dem Tank, aus dem der Gefahrenstoff austrat. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, machten sich Andreas Schüler und Andy Wilms daran, den Tank mit Hebekissen, Keilen und Stangen in die Höhe zu bugsieren. Wilms, selbst schon Unterbrandmeister, konnte seinem jüngeren Kollegen dabei noch manchen Kniff zeigen, so dass das Anheben des Tanks schließlich gelang. Nachdem die Feuerwehrleute noch ein Abflussrohr in Richtung Urft gestopft und so die Verunreinigung des Flusses mit dem vermeintlichen Gefahrenstoff gebannt hatten, war der Übungseinsatz erfolgreich beendet. Von der anfänglichen Verwirrung und dem Fehlalarm abgesehen, waren Dreßen und Heinen zufrieden.

Etwa drei bis vier solcher Übungen auf dem Gelände von Firmen absolviere die Kaller Feuerwehr jährlich, erklärte Heinen: „Für uns hat das den Vorteil, dass die Feuerwehr für den Fall der Fälle Ortskenntnis besitzt. Und für unsere jungen Feuerwehrleute ist es immer eine gute Gelegenheit zur Übung.“

Clasen und Reinartz lassen die Feuerwehr gerne bei sich üben, um „auf der sicheren Seite zu sein“, so die Betriebsleiterin.

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