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Veranstalter und Koch: „Karl Brück ist ein Überzeugungstäter“

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Nicht nur bei der Organisation von Veranstaltungen, sondern auch am Herd weiß Karl Brück, wie er seine Kunden zufriedenstellt. In der heimischen Küche rührt er ebenfalls im Topf.  Foto: Mager
Das Kochen ist eines der Standbeine von Karl Brück. Zwei Jahre lang erlernte er diesen Beruf im Waldgasthaus an der Steinbachtalsperre sowie ein Jahr lang in Köln. Zuletzt bekochte er die „Höhner“ und Stefan Raab im Studio.  Von
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Mahlberg

„Hast du gerade Zeit?“ Wenn Hannes Schöner, Bassist der „Höhner“, bei Karl Brück anruft und diese Frage stellt, macht Brück sich auf den Weg zu Schöners Studio in Bad Münstereifel. Dann warten dort hungrige Musiker auf Brücks Kochkünste. „Eingekauft ist dann allerdings schon“, berichtet Brück. Zuletzt betreute er die „Höhner“ und

Stefan Raab im Studio. „Die haben da ,Ävver et Hätz bliev he in Kölle’ und ,Schenk noch jet in’ aufgenommen“, so Brück.

Vor allem als Veranstalter bekannt

Das Kochen ist eines der Standbeine von Karl Brück. Zwei Jahre lang erlernte er diesen Beruf im Waldgasthaus an der Steinbachtalsperre sowie ein Jahr lang in Köln. 1974 begann er als Koch an der Fachhochschule für Rechtspflege in Bad Münstereifel. 1983 übernahm er den Mensabetrieb als selbstständiger Pächter. „Ich war da bis 1996. Danach wurde es neu ausgeschrieben“, erzählt Brück. Den Zuschlag erhielt ein anderer Bewerber. Zeitweise arbeitete er im „Gasthof zur Wildenburg“ in Hellenthal. Heute hilft er am Wochenende in der Münstereifeler Gaststätte „Zur Post“ aus.

Nach der Zusammenarbeit in der Veranstaltungsfirma setzt Hannes Schöner (r.) weiterhin auf das Organisationstalent von Karl Brück.
Nach der Zusammenarbeit in der Veranstaltungsfirma setzt Hannes Schöner (r.) weiterhin auf das Organisationstalent von Karl Brück.
Foto: Mager

Vor allem aber ist Karl Brück in Bad Münstereifel und Umgebung als Veranstalter bekannt. „In meinem letzten Jahr als Pächter hatte ich Nick Nikitakis

in die Rechtsschule geholt.“ Doch alles begann im Reit- und Fahrverein Erfthorst an der Buchholzbacher Mühle. „Ich war im Verein Beauftragter für Freizeitreiten und Breitensport. Ich habe Feste wie die Herbstjagd oder das Frühjahrsfest organisiert. So fing das an“, erinnert er sich. Anfang der 1990er lernte er Hannes Schöner kennen – „beim Wein ,En de Höll’.“ Die beiden freundeten sich an: „Johannes rief oft um zehn Uhr abends an und fragte: Karl, sehen wir uns noch?“

Sogar die „Höhner“ ins Vereinsheim geholt

Durch diese Freundschaft schaffte er es sogar, die „Höhner“ für einen Auftritt bei seinem Verein zu gewinnen. „Die ,Höhner’ haben da vor 50 oder 60 Leuten gespielt“, berichtet Brück schmunzelnd. Bald darauf begannen Brück und Schöner, Konzerte zu organisieren. Schöner erinnert sich: „Auslöser war 1992 das ,Arsch huh’-Konzert in Köln. Wir dachten, sowas müsste man auch in Münstereifel machen.“ Drei Wochen später kamen rund 5000 Menschen auf den Klosterplatz und verfolgten ein Programm, das von

Bernd Stelter moderiert wurde. „Auch die ansässigen Gastronomen haben mitgemacht. Die Veranstaltung hat uns Wind unter den Flügeln gegeben. Wir wollten Veranstaltungen machen, die uns und dem Publikum etwas geben“, so Schöner.

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Hauptintention sei nicht der große Profit gewesen, sondern die Zufriedenheit des Publikums. „Das Strahlen in den Augen war das Wichtigste. Diese Handschrift tragen die Veranstaltungen bis heute“, so Schöner über seinen Freund Karl Brück. 1999 gründeten Karl Brück und Hannes Schöner die „Rabbit Entertainment GmbH“. „Ich wollte damals gerne in der Konviktkapelle ein Konzert veranstalten. Das ehemalige Konvikt wurde da gerade in Realschule und Hauptschule umgebaut“, erzählt Brück. Der damalige Bürgermeister Achim Bädorf und Josef A. Laqua, damals Leiter des Ordnungsamts, seien von der Idee begeistert gewesen. Zu dieser Zeit nahmen die „Wise Guys“ ihre CD „Skandal“ in Hannes Schöners Tonstudio in Bad Münstereifel auf. „Die waren da noch recht unbekannt“, erinnert sich Brück.

In Schöners Büro überlegten die beiden, wie sie das Konzert betiteln sollten. Schließlich einigte man sich auf „Ungeschminkt“. Die Konzerte setzten eher auf akustische Instrumente. „Nach dem Konzert mit den ,Wise Guys’ überlegten wir, so etwas mit den Höhnern zu machen“, sagt Brück. Die Konzertreihe lief fünf Jahre lang. Bekannte Künstler wie die „Bläck Fööss“ und Hanns Dieter Hüsch auf seiner Abschieds-Tournee kamen „ungeschminkt“ nach Bad Münstereifel.

Besonders oft zu Gast waren „Galleon“, die befreundete Band der „Höhner“ aus Irland. Auch ein Weihnachtskonzert mit „Galleon“ organisierte Brück. „Als Überraschungsgäste kamen die ,Höhner’. Davon wussten ,Galleon’ nichts. Die ,Höhner’ hatten aber vorher noch einen Auftritt. Ich glaube, in Meckenheim. Allerdings waren sie erst sehr spät in Münstereifel, weil das Navi sie über das Bliesheimer Kreuz geschickt hatte statt einfach über den Berg.“

„Das mit den ,Höhnern’ wurde immer mehr“

Nach fünf Jahren stieg Schöner bei „Rabbit Entertainment“ aus. „Das mit den ,Höhnern’ wurde immer mehr“, so Schöner. Karl Brück machte alleine weiter. So organisierte er den „Abend der Lieder“, der 2004 erstmals stattfand – natürlich in der Konviktkapelle. Hannes Schöner, „Höhner“-Kollege

Jens Streifling und „Eifel-Troubadour“ Günter Hochgürtel spielten ihre Lieblingslieder. Die Konviktkapelle war rappelvoll. „Johannes hatte mich 2004 gefragt, ob ich das Drumherum organisiere“, erinnert sich Karl Brück. Auch heute setzt Hannes Schöner bei der Organisation auf Karl Brück: „Karl ist ein Überzeugungstäter. Solche Leute mag man als Musiker sehr gerne, denn die Motivation ist auf beiden Seiten dieselbe.“ Brück arbeite mit Liebe zum Detail, das ganze Ambiente stimme. „Karl ist auch künstlerisch ambitioniert“, sagt Hannes Schöner.

Zuletzt organisierte Brück ein gemeinsames Konzert von Hannes Schöner und Jens Streifling. Auch dafür hatte er wieder ein besonderes Ambiente gefunden: die Gärhalle des Weinguts Kloster Marienthal an der Ahr. „Ich habe das vorher nur als Lagerraum gesehen. Dass es nachher so toll geworden ist, hätte ich nicht gedacht“, so Brück. Am 18. Januar wird er „Galleon“ dort präsentieren.

www.abend-der-lieder.de

 

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