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Mozartjahr 2006 eröffnet

Erstellt 01.01.06, 16:51h, aktualisiert 01.01.06, 16:52h

Die Eröffnung des Mozartjahres 2006 ist zum Jahreswechsel zu einem musikalischen Wettlauf zwischen Berlin und Wien geworden. Die Berliner Philharmoniker stellten ganz in den Mittelpunkt ihres Silvesterkonzerts.

Mariss Janson
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Mariss Janson leitete das diesjährige Neujahrskonzert im Wiener Musikverein.
Mariss Janson
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Mariss Janson leitete das diesjährige Neujahrskonzert im Wiener Musikverein.
Wien/Berlin - Die Eröffnung des Mozartjahres 2006 ist zum Jahreswechsel zu einem musikalischen Wettlauf zwischen Berlin und Wien geworden. Die Berliner Philharmoniker stellten den großen Komponisten ganz in den Mittelpunkt ihres traditionellen Silvesterkonzerts.

Mit Ouvertüre und Finale von «Figaros Hochzeit» nahmen sie unter ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle vorweg, was ihre Wiener Kollegen und Konkurrenten am Neujahrstag im festlich geschmückten Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auf ihre Weise zur 250. Wiederkehr von Mozarts Geburtstags am 27. Januar nachholten.

Unter der Stabführung von Mariss Jansons interpretierten sie die Figaro-Ouvertüre auf ihrem in 60 Länder auf fünf Kontinenten ausgestrahlten Neujahrskonzert. Eine Ehrerbietung an das Genie Mozarts, die vom Wiener Publikum nicht weniger bejubelt wurde, als etwa die Walzer und Polkas der Strauß-Dynastie. Das ZDF übertrug beide Konzerte wieder live - allein die Übertragung aus Berlin sahen 1,25 Millionen Fernsehzuschauer.

Während die Berliner und Simon Rattle ihr Konzert ganz dem Salzburger Komponisten widmeten, beließen es die Wiener bei der Figaro-Ouvertüre und dem Mozart-Potpourri «Die Mozartisten» von Joseph Lanner. Das traditionsreiche Neujahrskonzert, das am 9. Januar bereits auf CD erhältlich sein wird, soll nun mal ein fröhliches Musikfest bleiben, bei dem Wiener Walzer und Polkas weltweit für gute Neujahrslaune sorgen. Die zwei Ballett-Einlagen des Konzerts schuf in diesem Jahr der Hamburger Ballettchef John Neumeier.

Prominentester Gast des Neujahrskonzerts in diesem Jahr war Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den bereits vor einem Jahr geplanten und kurzfristig abgesagten Besuch des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder nachholte. Im Gegensatz zu 2005, als der tiefe Schatten der Tsunami-Katastrophe über dem Konzert lag, war die Stimmung in diesem Jahr unter Gästen und Musiker heiter bis ausgelassen.

Mariss Jansons hatte sein gelungenes Debüt beim Neujahrskonzert fast ausschließlich der Strauß-Familie gewidmet. Und das eher als konservativ geltenden Wiener Publikum bedankte sich mit tosendem Beifall, als Jansons und die Musiker allen ein «Prosit Neujahr» wünschten.

Im Mittelpunkt des Berliner Silvesterkonzerts standen Ouvertüre und Finale von Mozarts «Figaros Hochzeit». mit Camilla Nylund als Gräfin, Magdalena Koená in der Rolle des Cherubino, Christiane Oelze (Susanna), John Relyea (Figaro) und Gerald Finley (Graf). Der Pianist Emanuel Ax interpretierte Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur, Rattle dirigierte anschließend die «Prager» Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504. (dpa)



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