Von THOMAS MIGGE, 12.02.06, 20:52h
In Italien wurden am Wochenende 21 tote Wildschwäne entdeckt - bei den meisten konnte das H5N1-Virus nachgewiesen werden. Die Zugvögel lassen sich auf Sizilien vor allem in seichten und weitgehend unbewohnten Feuchtgebieten nieder. Auch in Griechenland, Bulgarien, Slowenien und Rumänien wurden infizierte Schwäne entdeckt. Die südostrumänische Ortschaft Topraisar wurde unter Quarantäne gestellt, nachdem das Virus bei 30 verendeten Nutzvögeln nachgewiesen wurde.
Bereits am vergangenen Donnerstag tauchten in Italien die ersten Gerüchte von kranken Schwänen auf. Die Gesundheitsbehörden schaltete sich unverzüglich ein, aber erst am Samstag lagen die Untersuchungsergebnisse vor. Gleichzeitig wurden Informationen über infizierte Vögel in Kalabrien und Apulien bekannt. „Wir sind davon überzeugt, dass sich die Vögel bei infizierten Schwänen angesteckt haben, die in der Regel nur sehr selten nach Italien fliegen“, meinte Stefano Marangon, Direktor des zoologischen Instituts in Padua. Erklärt wird die Präsenz dieser Schwäne mit der Rekordkälte in Nordeuropa, die diese Vögel nach Italien geführt hat.
Minister Storace verkündete sofort Quarantäne für sämtliche Haus- und Zuchtvögel in den betroffenen süditalienischen Regionen. Stefano Marangan, der vom Gesundheitsministerium damit beauftragt wurde, die Durchführung des Notplans im Fall von H5N1 zu kontrollieren, wird in Süditalien zusammen mit seinen Mitarbeitern auf die Suche nach weiteren infizierten Vögeln gehen. Es wird davon ausgegangen, dass alle Hühner in der Nähe der Fundorte der erkrankten und toten Schwäne getötet werden. Für die nächsten drei Wochen sind die Orte, an denen die Schwäne entdeckt wurden, gesperrt.
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