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Japanerinnen nicht zu übertreffen

Von THOMAS KLINKENBUSCH, 12.03.06, 23:00h

Aus den Lautsprecherboxen im Frankenbad ertönte „Welcome to the jungle“ von Guns'n'Roses, als sich die Synchronschwimmerinnen in einer letzten Konzentrationsphase auf...

BONN. Aus den Lautsprecherboxen im Frankenbad ertönte „Welcome to the jungle“ von GunsnRoses, als sich die Synchronschwimmerinnen in einer letzten Konzentrationsphase auf ihre Darbietung vorbereiteten. Mit einem Dschungel hatte das Frankenbad bei den 17. German Open im Synchronschwimmen am Wochenende zwar wenig zu tun, doch farbenfroh und aufregend war es für die rund 600 Zuschauer einmal mehr.

Fest in der Hand der holländischen Fans waren die Zuschauerränge, so dass sich die Anhänger der deutschen Teilnehmer bei den Anfeuerungsrufen vom Nachbarland geschlagen geben mussten. Auch bei der Vergabe der Medaillen ließen die Niederländer mit einem dritten Platz im Solo und der Silbermedaille in der Mannschaftswertung die Deutschen, die ohne Edelmetall den Wettkampf beendeten, hinter sich. Dominiert wurde das Wochenende jedoch von den Griechinnen und vor allem den Japanerinnen, die schon am Freitag ihr Können andeuteten und in den Finals am Sonntag ihrer Favoritenstellung gerecht wurden. Emiko Suzuki sicherte sich nicht nur Gold im Einzel, sondern stand auch mit ihrer Teamkollegin Saho Harada im Duett ganz oben auf dem Treppchen. Die Griechinnen mussten sich beim Solo und Duett nur von Japan geschlagen geben, holten sich aber den Titel mit der Mannschaft.

Die Schminke nachbessern, den Badeanzug richten, mit einer gelartigen Masse die Haare fixieren und dann noch einmal in sich gehen, um schließlich das breite Lächeln aufzusetzen und den Wettkampf zu beginnen. So sah die Vorbereitung der 132 Starterinnen aus, bevor sie die zehn Wettkampfrichter mit einer Kür zur selbst zusammengestellten Musik versuchten, zu überzeugen. In vielen musikalischen Stücken fanden sich Elemente der Filmmusik von „The Rock“ wieder, doch ganz im Gegenteil zu einem Felsen bewegten sich die Schwimmerinnen elegant durchs Wasser. So zeigte sich Chef-Organisator Udo Lehmann vom Ausrichter des Internationalen Schwimmvereins Bad Godesberg auch in diesem Jahr wieder zufrieden mit der Veranstaltung: „Es gab fast keine Komplikationen, und auch die Mannschaften, die teilgenommen haben, waren durchweg zufrieden“, so Lehmann. Die einzige Panne blieb somit ein Fehler auf der CD der Polinnen, der am Samstag zu einer Endlosschleife in der Musik führte. Nachdem sich die Schwimmerinnen aus Polen nur verdutzt ansahen, durften sie am Ende noch einmal starten.

Ob und wann die German Open im kommenden Jahr in Bonn stattfinden werden, ist noch unklar, da im März des kommenden Jahres die Weltmeisterschaften in Australien ausgetragen werden. „Es würde keinen Sinn machen, die Veranstaltung im gleichen Monat auszutragen, doch vielleicht weichen wir auf den Herbst aus“, meint Lehmann.



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