Schriftgröße

Geschlampt und nachgebessert

Von SUSANNE HAPPE, 28.03.06, 07:18h

Köln - Beim Bau des neuen Elefantenparks im Zoo hat es offenbar erhebliche Schlampereien gegeben. Das stellt das Rechnungsprüfungsamt nach dem Bau des 13-Millionen-Projektes fest. Verantwortlich dafür war nicht die Zoo AG, sondern die städtische Gebäudewirtschaft.

Beim Bau des neuen Elefantenparks im Zoo hat es offenbar erhebliche Schlampereien gegeben. Das stellt das Rechnungsprüfungsamt nach dem Bau des 13-Millionen-Projektes fest. Verantwortlich dafür war nicht die Zoo AG, sondern die städtische Gebäudewirtschaft. Axel Kaske (SPD), Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses, kritisierte gestern: „Seitens der Projektsteuerung ist eigentlich gegen sämtliche Richtlinien der Vergabeordnung verstoßen worden. Und aufgrund der fehlenden Dokumentation kann man nicht nachvollziehen, ob zu viel Geld ausgegeben oder eingespart worden ist.“

„Es ist nicht prüfbar, ob die Vergabe korrekt durchgeführt wurde“, so das Amt. Und: „Es kam zur Ungleichbehandlung der Wettbewerber.“ Weil man sich im Zoo entgegen früheren Absichten dazu entschloss, „die Tiere unter geringstem Pflegerkontakt so ungestört wie möglich“ zu halten, musste bei der Ausstattung um einiges nachgebessert werden. Insgesamt habe der Generalunternehmer Nachträge mit Kosten von 1,5 Millionen Euro vorgelegt. So wurden zusätzliche Treppen für das Bullen- und Kuh-Innenbecken notwendig, die 45 Grad Neigung des Ausstiegs aus den Außenbecken entpuppten sich während des Bauablaufs als zu steil.

Nachdem das Gehege in Betrieb war, nahm der Zoo Änderungen an den Toranlagen vor, damit die Elefanten sie nicht aus den Halterungen hebeln konnten. „Bei der unteren Besucherkanzel im Gebäude wurden die Trennscheiben erhöht, damit die Besucher nicht gefährdet werden können. Die Videokameras und Kabelbahnen mussten geschützt werden.“ Im Außenbereich wurden Schaltkästen nicht tief genug eingelassen, so dass es den Tieren gelingt, mit dem Rüssel die Türen der Kästen herauszureißen. Ebenfalls im Außenbereich wurde ein Kanalleitungssystem mit Rinnen und Abläufen gebaut.

Inzwischen sind viele mit dem Sand zugesetzt, der im Außenbereich liegt. Die Außenbecken müssen regelmäßig ausgebaggert werden, weil Regen den Sand hineinspült, das gleiche gilt für das Kanalsystem. Das Fazit der Prüfer: „Bleibt es beim derzeitigen Zustand, wäre der größte Teil der Außenflächenentwässerung nutzlos und somit eine Fehlinvestition.“



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Anzeige


Rundschau-Spezial


Anzeige




Rundschau-Wahl


Bildergalerien


Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Kino & Film - Suche



Rundschau-Spezial


Rundschau-Serie


Rundschau-Serie


Rundschau-Service


Rundschau-Service


Rundschau-Forum


Rundschau-Serie


Bilderstrecken-Serie


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)



Extra


Dienste