Von MANFRED REINNARTH, 11.05.06, 07:21h
Von den Hausbesetzern, die nur wenige Meter weiter den Barmer Block mit Bauten aus dem Jahr 1913 vereinnahmt haben, war nichts zu sehen oder zu hören. Ab und an rollte ein Streifenwagen vorbei. Wir stehen mit den etwa 40 Besetzern in Kontakt. Eine Räumung wird erst den Weg über die Gerichte nehmen, sagte Uwe Neuhaus, Vorstand des Erbbauvereins. In acht bis zwölf Wochen wird hier nichts mehr stehen. Ich habe null Bock auf hafenstraßenartige Zustände. Darum arbeitet der Verein gerade genauere Pläne für die neue Bebauung aus. Wenn wir dem Richter zeigen können, wo Büros, Hotel oder Kongressräume hinkommen, ist das besser. Hier haben viele Angst, dass die teuersten Parkplätze Kölns geschaffen würden.
Das Haus 26 enthielt etwa 45 Wohnungen. Insgesamt fallen im Viertel 381 Wohnungen bei rund 200 000 Kubikmeter umbauten Raum weg. Neuhaus: Dafür haben wir 511 neue Wohnungen geschaffen. 30 bis 40 Arbeiter entkernen parallel den Block Leichlinger Straße.
Kurioses am Rande: In der Gaststätte ,Zur Post ist noch der Pächter drin. Wenn die Stadt dort ihre Hausaufgaben nicht macht, dann muss später um das Haus herumgebaut werden. Wir richten uns auf beide Varianten ein, sagt Neuhaus.
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