Von WILFRIED GOEBELS, 21.08.06, 21:54h
SPD-Schulexpertin Ute Schäfer räumte ein, dass die SPD bisher keine endgültigen Patentrezepte zum Umbau der Schullandschaft habe. Auf einem Zukunftskonvent will die NRW-SPD am 18. November ohne Tabus über die Bildungspolitik debattieren. Erst auf einem Parteitag im Herbst 2007 will die Partei ein Programm verabschieden.
Nach Angaben Schäfers muss die Politik endlich Konsequenzen aus Studien ziehen, wonach Begabungen von Kindern bereits im Alter von vier Jahren gefördert werden müssen. Deshalb müsse der frühkindlichen Erziehung wie in anderen EU-Staaten mehr Gewicht beigemessen werden.
CDU und FDP lehnen eine Änderung der Schulstruktur und ein längeres gemeinsames Lernen in einer sechsjährigen Grundschule ab. Dagegen sieht die SPD in der vierjährigen Grundschule eine zu frühe soziale Auslese der Schüler. Die Lehrergewerkschaft VBE vermisste im SPD-Bildungsprogramm konkrete Konzepte. CDU-Fraktionschef Helmut Stahl sagte, während die Koalition in der Bildungspolitik gehandelt habe, beginne die SPD erst jetzt mit ihrem Diskussionsprozess.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige