Von KLAUS MÜLLER-WOLF, 22.09.06, 19:13h
Bis Ende des Jahres soll der Deich auf einer Länge von 2,6 Kilometern im Mittel um 20 Zentimeter erhöht werden, um das laut Hochwasserschutzkonzept beschlossene Ziel von 11,30 Meter Kölner Pegel zu erreichen. Durch den Einbau von Spundwänden soll der Damm standsicherer werden. Hand in Hand mit der Deichsanierung und -erhöhung wird als Ausgleich ein Retentionsraum geschaffen, der bis zu fünf Millionen Kubikmeter Rheinwasser aufnehmen kann. Zum Schutz der dahinterliegenden Bebauung wird ein weiterer 11,90 Meter hoher Damm errichtet, der statistisch Schutz gegen ein 200-jähriges Hochwasser bietet, wie Schaaf ausführte. Insgesamt werden nach Angaben des Vorstandes der Stadtentwässerungsbetriebe Köln rund 18 Millionen Euro für das Hochwasserschutzkonzept aufgewendet.
Hierfür bedarf es aber noch der rechtlichen Grundlage. Zurzeit läuft dort ein Flurbereinigungsverfahren. Einige Landwirte haben gegen die früheren Pläne einer Flutrinne Klage eingereicht. Inzwischen wurden die Pläne zwar überarbeitet, die Kläger aber haben ihre Einsprüche noch nicht zurückgenommen. Schaaf hofft, dass diese Hürde bald genommen wird, damit auch dieser Bauabschnitt in Angriff genommen werden kann. Für Bürgermeister Esser nur eine Frage der Zeit: In der Sache bestehe Einvernehmen mit den Landwirten.
Übrigens, damit die Porzer und Lülsdorfer nicht während der Arbeiten nasse Füße bekommen, wurde der Baufirma auferlegt, bei drohendem Hochwasser die jeweils für die Baumaschinen abgetragenen Deichabschnitte binnen zwei Tagen wieder zu schließen, um den alten Hochwasserschutz wieder herzustellen.
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