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Bush gibt Fehler bei Einsatz im Irak zu

Erstellt 11.01.07, 21:29h, aktualisiert 11.01.07, 21:39h

Nach fast vier Jahren Chaos und Gewalt im Irak hat US-Präsident Bush eine neue Strategie zur Befriedung des arabischen Landes angekündigt. Seine Rede stieß bei der irakischen Regierung und in vielen anderen Staaten auf Skepsis.

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WASHINGTON. Nach fast vier Jahren Chaos und Gewalt im Irak hat US-Präsident George W. Bush eine neue Strategie zur Befriedung des arabischen Landes angekündigt. In einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache gab er erstmals Fehler bei seiner Irakpolitik zu und übernahm die Verantwortung dafür. Durch die Entsendung von 21 500 weiteren Soldaten will Bush jetzt den Kreislauf der Gewalt durchbrechen helfen. Seine Ankündigung stieß bei der irakischen Regierung und in vielen anderen Staaten auf Skepsis. In den USA kritisierten die Demokraten die Ankündigung scharf.

Der US-Präsident erklärte in seiner Ansprache, angesichts der anhaltenden Gewalt sei ein verstärktes militärisches Engagement der USA notwendig. Er gestand ein, die Lage im Irak falsch eingeschätzt zu haben. „Wir dachten, die Wahlen 2005 würden die Iraker zusammenbringen und dass wir mit dem Training irakischer Sicherheitskräfte unsere Mission mit weniger US-Truppen erfüllen könnten. . ., aber das Gegenteil geschah.“ Er erklärte: „Wo Fehler gemacht wurden, liegt die Verantwortung bei mir.“

Die seit November angekündigte „neue Strategie“ Bushs ignoriert weitgehend die Empfehlungen der überparteilichen „Baker-Kommission“. Diese hatte Gespräche mit dem Iran und Syrien sowie die zügige Übertragung der Sicherheitsverantwortung an die Iraker empfohlen.

Nach Auffassung der EU-Kommission kann Stabilität im Irak nicht nur durch mehr Aufwand für die Sicherheit erreicht werden. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft äußerte sich besorgt über Gewalt im Irak, jedoch nicht direkt zur Erhöhung der US-Truppenpräsenz. (dpa)



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