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„Zentrum für Sprachförderung sichern“

Von MARTINA WINDRATH, 08.02.07, 07:19h, aktualisiert 23.02.07, 16:28h

Köln lernt - mehrsprachig. Das Thema lockte viele Besucher zum Auftakt des Bildungsjahres 2007. Moderatorin Eva-Maria Heinen eröffnete die Talkreihe auf dem "Blauen Sofa" im Rathaus mit so illustren Gästen wie dem Kabarettisten Konrad Beikirchner und Stadtdirektor Guido Kahlen.

Zwischen Fööss-Hits vom Schülerchor und Kabarett-Kapriolen von Konrad Beikircher machte Stadtdirektor Guido Kahlen beim Talk auf dem Sprachfest den Organisatoren gestern ein Versprechen: „Ich kenne die Resolution zum Erhalt des Kompetenzzentrums Sprachförderung und ich sage Ihnen, es wird erhalten bleiben. Der Stadtrat muss natürlich noch seinen Segen dazu geben.“ Applaus! Kahlen hatte für die erkrankte Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein als einer der Gäste auf dem „Blauen Sofa“ im Rathaus Platz genommen. Nicht nur ihm entlockte Moderatorin Eva-Maria Heinen (Kölnische Rundschau) zum Auftakt der Talk-Reihe ein Plädoyer für die systematische Ausweitung von Modellprojekten an Schulen und Fortbildungen für Lehrer.

Köln lernt - mehrsprachig. Das Thema lockte viele Besucher zum Auftakt des Bildungsjahres 2007 von Universität und Stadt, das die Kölnische Rundschau präsentiert. Und die Redner setzten deutliche Zeichen. Bürgermeisterin Elfie Scho-Antwerpes plädierte für die Sicherung des Zentrums, dessen Förderung durch die EU-Initiative „Equal“ Ende 2007 ausläuft, und erntete nicht nur vom Zentrumsleiter Detlef Heints viel Beifall. Tayfun Keltek, Vorsitzender des Integrationsrats, setzt auf den Verbund europäischer Grundschulen: Die Zukunft gehöre interkulturellen Schulen, die den Schatz Mehrsprachigkeit anerkennen. Für alle Kinder, in allen Fächern. „Dadurch entsteht eine Kultur der Gemeinsamkeit.“ Uni-Professor Michael Becker-Mrotzek sagte, schon im Kindergarten müsse systematisch damit begonnen werden.

Thomas Jaitner von der Bezirksregierung schlug vor, dass das Zentrum Teil des „Regionalen Bildungsbüros“ wird: „Wir brauchen einen verlässlichen Service und Beratung für die Schulen.“ Schlüssel zur Verbesserung des Schulerfolgs von Migrantenkindern sei der Unterricht mit durchgängiger Sprachförderung. „Man muss mehr Fortbildungen für alle Lehrer durchführen.“ Ein Beispiel lieferte Metin Özsinmaz vom Berufskolleg Südstadt mit muttersprachlichem Wirtschaftsunterricht - neben Präsentationen an 30 Info-Ständen.

„Wir haben viel erreicht, aber noch riesigen Nachholbedarf“, so Kahlen. Doch seien erhebliche Verbesserungen auf den Weg gebracht, vom gemeinsamen Unterricht mit behinderten Pänz bis zum Ausbau offener Ganztagsschulen. Auch stünden rund 500 000 Euro für zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen bereit. Der muttersprachliche Ergänzungsunterricht müsse weiter vom Land unterstützt werden.



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