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Hospiz-Benefiz sucht Helfer

Von GISBERT FRANKEN, 21.02.07, 07:12h

Umfragen besagen, dass es den meisten Menschen eine Horrorvorstellung ist, ihr Leben eines Tages verkabelt und verdrahtet auf der Intensivstation einer Klinik zu beschließen...

BENSBERG. Umfragen besagen, dass es den meisten Menschen eine Horrorvorstellung ist, ihr Leben eines Tages verkabelt und verdrahtet auf der Intensivstation einer Klinik zu beschließen - umgeben von piepsenden Instrumenten und blinkenden Anzeigen statt von fürsorglichen Menschen.

Ein solches Ende lässt sich nicht immer vermeiden, wenn der Tod unerwartet ins Leben einbricht, aber oft kündigt sich der Abschied schon lange vorher an und es ist ein mühsamer Weg dahin. Um diesen Weg menschenwürdiger zu gestalten, hat das Vinzenz-Pallotti-Hospital schon vor elf Jahren ein Hospiz und eine Palliativ-Station eingerichtet.

Das erstere ist ein Ort zum Sterben, das zweite eine Station zur Behandlung von Schmerzzuständen, die chronischer oder besonders intensiver Natur sind, Zustände, wie sie insbesondere mit unheilbaren Erkrankungen zum Tode hin oft verbunden sind. Bei Palliativ-Patienten im Allgemeinen besteht aber die Hoffnung, dass sie das Krankenhaus noch einmal verlassen können.

Der Bensberger Paul Falk hat diese Einrichtungen schätzen gelernt, nachdem er mehrere Familienangehörige an den heimtückischen Krebs verloren hat. Und so setzt er seine in vielen Karnevalskampagnen erworbenen Fähigkeiten in der Organisation großer Unterhaltungsveranstaltungen jetzt ein, um Unterstützung für die Bensberger Hospiz-Sache zu gewinnen. Unter dem Stichwort „Hits fürs Hospiz“ soll im Sommer ein Open-Air-Konzert auf dem Gelände der Katholischen Grundschule stattfinden, zu dem zahlreiche Musikgrößen der kölnisch-rheinischen Stimmungsliedermacher-Szene ihr Mitwirken bereits zugesagt haben.

So sind für den 26. August unter anderem die „Bläck Fööss“, die „Drei Colonias“, die „Labbese“, Thomas Cüpper und Ludwig Sebus angekündigt.

Wolfgang Bosbach

ist Schirmherr

Auch die Suche nach Sponsoren kommt voran, beflügelt durch die Schirmherrschaft von Wolfgang Bosbach. Zwei Banken sind bereits im Boot, kürzlich gab erst die Zunft-Brauerei einen Scheck und der Kölner Music Store spendete ein Klavier.

Der Erlös des Konzertes soll für weitere Instrumente, Musiktherapie, Vorlesestunden, begleitete Spaziergänge, Konzert- und Theaterbesuche, kreative Einzel- und Gruppenbetreuung und Fahrdienste eingesetzt werden. Noch wichtiger ist für Falk aber auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Er will „das Thema Sterben aus der Tabu-Ecke holen“. So wertvoll das Angebot in Bensberg sei, so unzureichend sei es: Ganze drei Hospizbetten gibt es dort, es sind die einzigen im Rheinisch-Bergischen Kreis, außerdem sieben Betten für Palliativ-Patienten.

Was Falk jetzt braucht, sind vor allem ehrenamtliche Mitstreiter: Seiner detaillierten Aufgabenaufstellung für das Sommer-Spektakel zu Folge sind 70 Positionen zu besetzen - Helfer für Werbung, Ordnung und Sicherheit, Bühne, Programm, Essen und Trinken, Sponsoring, Infrastruktur, Reinigung und so weiter.



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