Von MANFRED REINNARTH, 21.03.07, 19:29h
Das Prunkstück des Außenwerbers ist die erst vor wenigen Wochen bei der Welttoilettenkonferenz in Bangkok präsentierte öffentliche Toilette. Sie wiegt neun Tonnen und reinigt sich nicht nur chemiefrei selbst, sondern braucht pro Spülung auch nur einen Liter Wasser statt üblicherweise sechs. Die Haltestellensäule nebenan schluckt nur beim Wechsel der Anzeige Strom und zeigt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar einen Fahrplan an.
Rüttgers kritisierte den Städtebau, dem der Begriff „Schönheit“ fremd geworden sei, und forderte von Wirtschaft und Politik mehr Mut: „Wir wollen auch bei der zweiten Industriellen Revolution mit NRW ganz vorne sein.“ Udo Müller, der Vorstandsvorsitzende der Ströer Out-of-Home Media AG, hofft weltweit auf Nachahmer seiner Vision von einer interaktiven Stadt. Sorge bereitet ihm jedoch die aktuelle Untersuchung von Verträgen im Außenwerberbereich durch das Bundeskartellamt. Mit 145 Kommunen hat die Ströer-Gruppe Verträge für rund 20 000 Stadtmöbel - allerdings nicht mit Köln.
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