Erstellt 16.03.07, 15:35h, aktualisiert 20.03.07, 11:32h
"Er macht immer häufiger die Hosenbeine seiner Pfleger kürzer und packt auch sonst kräftig zu. Die vielen blauen Flecke der Pfleger zeigen, dass Knut entdeckt hat, dass er ein Bär ist", sagte Klös. "In den nächsten zehn Tagen" erlebe Knut seine Premiere vor Publikum und einer erwarteten großen Menge von Fotografen und Kameraleuten, kündigte Klös an.
Am 24. März (09.50) zeigt sich Knut außerdem erstmals im 1. ARD-Programm als TV-Star. Der schneeweiße Knuddelbär hat die Hauptrolle in einer Dokumentationsserie, die vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) produziert wurde. Unter dem Titel "Knut, das Eisbärbaby" könnten die Zuschauer jeweils samstags in zehn Teilen die Entwicklung des Bären verfolgen, teilte eine Sprecherin des Senders mit.
Mutter Tosca, eine frühere Zirkus-Bärin, hatte ihren Nachwuchs nicht angenommen. Knut war zunächst 44 Tage lang auf den Brutkasten und anschließend auf liebevolle Handaufzucht durch Pfleger Thomas Dörflein angewiesen. Das Tier sah jetzt erstmals aus sicherer Entfernung im Hof der Bärenanlage die Kragenbärin Mäuschen und die Katze Muschi. Bisher hatte Knut in seinem Quartier nur "Bekanntschaft" mit einem mannsgroßen Plüschbären gemacht, den ihm seine Pfleger zum "Spielen" hingesetzt hatten.
Zwischen der Kragenbärin und der Katze besteht im Zoologischen Garten seit nunmehr sechs Jahren eine weltweit einmalige Tierfreundschaft. In die direkte Nähe des ungewöhnlichen Paares ließen die Tierpfleger den jungen Eisbären jedoch nicht. "Das wäre zu gefährlich, dass Knut einen zufälligen Schlag oder Fehltritt von Mäuschen oder die Krallen von Muschi zu spüren bekommt", sagte Klös.
Die Entscheidung, an welchem Tag der Zoologische Garten seine neue Attraktion dem Publikum und den Medien erstmals leibhaftig präsentiert, fällt erst nächste Woche und ist abhängig vom Wetter. "Bis Dienstag soll es wieder kälter werden, da wollen wir nichts riskieren", sagte Klös. Aber für die Tage danach bis zum Wochenende 24./25. März mit dem EU-Geburtstagsfest in der Stadt zeichnet sich besseres Frühlingswetter und damit die mit Spannung erwartete Bären-Show ab. Der Zoo hatte erklärt, Knut müsse erst die 8-Kilo-Grenze übertreffen und laufen können. Beide Bedingungen hat der kleine Eisbär inzwischen erfüllt.
(dpa)
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