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Weltweit Steuer auf CO?

Von F. DIEDERICHS, 16.04.07, 20:33h

Wenn heute der UN-Sicherheitsrat erstmals in seiner Geschichte den Klimaschutz und die globale Erwärmung zum Hauptthema macht, stellt sich vor allem eine Frage: Wie geht es...

Wenn heute der UN-Sicherheitsrat erstmals in seiner Geschichte den Klimaschutz und die globale Erwärmung zum Hauptthema macht, stellt sich vor allem eine Frage: Wie geht es angesichts des Krisen-Szenarios, das Wissenschaftler in den ersten beiden Teilen des Welt-Klimaberichts zeichneten, weiter?

Am 4. Mai werden Forscher in Bangkok im mit Spannung erwarteten dritten Bericht Lösungswege aufzeigen, um die Klimaveränderungen abzumildern oder zu stoppen. Die bisher unveröffentlichten Vorschläge umfassen - wie die Rundschau jetzt von an der UN-Studie beteiligten Forschern erfuhr - teilweise spektakuläre Ideen, mit denen nach Ansicht von Wissenschaftlern bei „konsequentem und schnellem Handeln“ die prognostizierte Erwärmung der Erdoberfläche noch gestoppt werden kann.

Einer der wichtigsten Vorschläge: Anreize und finanzielle Vorteile für umweltfreundlichere Energien schaffen - vor allem mit Blick auf Kohlekraftwerke in Ländern wie China und Indien, die nicht die Vereinbarungen von Kyoto unterzeichnet haben. Die Industrienationen müssten im globalen Interesse Wege finden, langfristig ein Umdenken in Entwicklungsländern finanziell attraktiv zu machen. Überdacht werden sollten deshalb die Regeln des bisherigen Emissionshandels, wobei auch angeregt wird, über eine weltweite „Kohlendioxid“-Steuer nachzudenken. Gleichzeitig schlagen Forscher vor, das „Einfangen“ und Speichern von Kohlendioxid-Emissionen zu einem Hauptbestandteil im Kampf gegen Klimaveränderungen zu machen. Pilotprojekte für diese Strategien gibt es unter anderem in Deutschland.

Ebenfalls fordern am dritten Klima-Bericht beteiligte Forscher deutliche Energieeinsparung beim Heizen und Kühlen in Gebäuden. Gleichzeitig wird für einen Innovationsschub plädiert, bei dem vor allem Wind- und Solarenergien, aber auch die umstrittene Atomenergie als „saubere“ Technologien neuen Stellenwert gewinnen könnten.



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