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„Es war richtig, nicht aufzusteigen“

Von DOMINIK KORTUS, 24.04.07, 23:00h

Es war für die American Footballer der Bonn Gamecocks am Ende der vergangenen Spielzeit eine schwere Entscheidung: Ohne Niederlage waren die Kampfhähne durch die...

BONN. Es war für die American Footballer der Bonn Gamecocks am Ende der vergangenen Spielzeit eine schwere Entscheidung: Ohne Niederlage waren die Kampfhähne durch die Regionalligasaison marschiert, hatten auch die Relegationsspiele gegen Frankfurt / Oder mehr als souverän für sich entscheiden und waren somit verdienter Aufsteiger in die Zweite Liga. Doch bereits einen Tag später stand fest, dass die Mannschaft von Headcoach Holger Raulfs ihre Option auf die Zweite Liga nicht wahrnehmen würde. Zu unsicher war es damals, ob auch wirklich genug Spieler zur Verfügung stehen würden.

„Es war eindeutig die richtige Entscheidung“, verteidigt Christoph Waßermann, Pressesprecher der Gamecocks, vor Beginn der neuen Regionalligasaison gegen die Dortmund Giants (So. 15 Uhr, Stadion Pennenfeld) den damaligen Entschluss. „Es gab zwar auch kritische Stimmen, doch der Großteil der Mannschaft hat das Vorgehen unterstützt“, betont Waßermann. Lediglich Cornerback Roman Solovij habe aus sportlichen Gründen den Verein verlassen, um höherklassig zu spielen.

Schwerer dürfte für die Gamecocks allerdings der beruflich und altersbedingte Rücktritt von Quarterback Patrick King wiegen. Der DeutschAmerikaner erklärte nach den Relegationsspielen sein Karriereende. „Patrick hat uns nach oben geführt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, erklärt Waßermann. Dennoch ist er sich sicher, dass die Gamecocks in Sebastian Schopen einen würdigen Nachfolger gefunden haben. Der 19-Jährige kam im vergangenen Jahr aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft und sammelte dort erste Erfahrungen. „Als Backup für Patrick hat er sehr viel lernen können. Ich denke, er wird seinen Weg machen.“

Ansonsten gab es aber keine gravierenden Änderungen im Team. Auch in der kommenden Saison kann sich Headcoach Raulfs auf Schlüsselspieler wie Joscha Schmidt (Mittellinebacker), Robert Mager und Dimitri Ott (beide Wide Receiver) verlassen.

Zu der Formulierung eines Saisonziels konnten sich die Verantwortlichen aber noch nicht durchringen. „Da gibt es auch mannschaftsintern keine Vorgaben“, sieht Waßermann die Bonner nicht in der Favoritenrolle. Größter Konkurrent in der Liga sei, so Waßermann, vor allem der Absteiger Assindia Cardinals aus Essen. „Sie haben sich nochmal deutlich verstärkt und sind sicher eine schwere Hürde für uns.“



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