Von SARAH SCHMIDT, 09.05.07, 07:06h
Deshalb hatte eine Mutter der Vorschulkinder, Monika Wiesen, die Aktion geplant, denn schon in wenigen Wochen heißt es für die Pänz jeden Morgen: Schultasche packen und ab zum Bus. Damit die Kinder von der neuen Situation nicht völlig überfordert sind, hatte sich das Busunternehmen Schäfer aus Mechernich zu dem speziellen Schulbustraining bereit erklärt.
An der Bushaltestelle stiegen die Kinder erst einmal in den Bus ein, was noch keine größeren Probleme bereitete. Nach kurzer Fahrt war das Ziel, die Satzveyer Grundschule, schon erreicht. Hier wurden die 16 Vorschüler von Schulleiter Michael Kaiser begrüßt.
Nach einer kurzen Pause ging es für die Kleinen auch schon weiter. Zuerst erklärte Busfahrer Werner Lang die wichtigsten Regeln für den sicheren Schulweg mit dem Bus. Am allerwichtigste ist, dass ihr niemals, aber auch niemals vor oder hinter dem Bus über die Straße lauft. Ebenso sollten sie darauf achten, immer rechtzeitig von zu Hause loszugehen, an der Haltestelle nicht fangen zu spielen sowie beim Einsteigen nicht zu drängeln. Und wer mal keinen Sitzplatz bekomme, der solle sich immer gut festhalten.
Warum - das wurde den Vorschulkindern beim Praxistest demonstriert. Busfahrer Lang fuhr auf die Panzerstraße bei Obergartzem. In den Busgang stellte der Fahrer eine Tonne und gab Gas. Nachdem er Tempo 30 erreicht hatte, legte er eine Vollbremsung hin - natürlich mit Vorwarnung, damit sich alle Kinder festhalten konnten. In weitem Bogen flog die Tonne nach vorne. Die Kinder waren geschockt. Nach den Sicherheitshinweisen von Werner Lang ging es wieder zurück zur Grundschule, denn hier mussten die Kinder den schwersten Teil der Aktion meistern: Sie alle fuhren mit dem regulären Schulbus nach Hause. Scheinbar überforderte dies einige Vorschüler, die sich die ein oder andere Träne verkneifen mussten. Zum Glück haben die Kinder ja noch ein bisschen Zeit, sich darauf einzustellen, meinte Monika Wiesen. Im Prinzip waren auch die Erzieherinnen des Kindergartens von der Idee angetan. Doch leider sei ein unpassender Termin vereinbart worden, fand Leiterin Karin Thelen.
Erst nachdem die drei begleitenden Eltern von der AWO zu Ehrenamtlern ernannt wurden, konnte das Training absolviert werden. Ansonsten wären die Kinder nicht versichert gewesen.
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