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Löwen brüllen in Wuppertaler Steppe

Von STEPHAN EPPINGER, 24.05.07, 18:10h

Der Wuppertaler Zoo hat am Montag das größte Löwengehege in einem deutschen Tierpark eröffnet. Die Anlage für die sieben afrikanischen Löwen ist ein Hektar groß und gleicht einer afrikanischen Steppe mit verwitterten Felsen.

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11,5 Millionen Euro hat die Erweiterung des Wuppertaler Zoos gekostet.
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11,5 Millionen Euro hat die Erweiterung des Wuppertaler Zoos gekostet.
WUPPERTAL. Es dauert einen Moment, bis Kisangani und ihre Töchter Maisha und Malaika die Tatzen in das neue Freigehege setzen. Vorsichtig geht der Blick der Löwendamen zu den Fotografen, die sich dort versammelt haben.

Als erste wagt sich das Muttertier heraus und marschiert zu einer der Glasscheiben, durch die Besucher die Raubkatzen beobachten können: „Glas kennen unsere Löwen nicht, daran müssen sie sich erst gewöhnen, erklärt Zootierarzt Arne Lawrenz, der als erste Tat des Tages mit Massi den Chef des Rudels suchen musste. „Dem hat es gestern so gut draußen gefallen, dass wir ihn auch mit Futter nicht ins Haus locken konnten.

Gestern hat der Wuppertaler Zoo das größte Löwengehege in einem deutschen Tierpark eröffnet. Die Anlage für die sieben afrikanischen Löwen ist ein Hektar groß und gleicht einer afrikanischen Steppe mit verwitterten Felsen. Außerdem wurde das Gelände für die sibirischen Tiger erweitert, wie Zoodirektor Ulrich Schürer berichtete. Die drei sibirischen Tiger, Geschenke aus dem Zoo der Partnerstadt Schwerin und aus Moskau, können auch aus einer Unterwasser-Perspektive betrachtet werden. Insgesamt hat die Erweiterung des Zoos etwa 11,5 Millionen Euro gekostet. Sie wurde als Maßnahme der Regionale 2008 vom Land gefördert.

Plötzlich ist am Zaun lautes Gebrüll zu hören - eine der Löwinnen hat gerade Kontakt mit dem elektrischen Draht gemacht, der das Gehege sichert. „Das ist eine neue Erfahrung für die Tiere. Genauso wie die uneinsichtigen Leute, die mit ihren Hunden zum Außenzaun pilgern. Das bedeutet Stress für die Tiere. Deshalb sollte man auf solche Besuche verzichten, mahnt der Tierarzt. Das Risiko, das die Raubkatzen den sieben Meter breiten Wassergraben oder die 4,50 Meter hohen Zäune überwinden, ist für Zoodirektor Ulrich Schürer sehr gering: „Natürlich gibt es nie 100 Prozent Sicherheit. Aber die Sicherheitmaßnahmen hier sind mehrfach getestet. In der Kinderstube neben dem Freigehege zeigen die elf Monate alten Löwenbrüder Tamo, Massimo und Shawano schon mal ihre Gefährlichkeit, indem sie die Milchzähne fletschen und alles anfauchen, was ihnen zu nahe kommt.

Der Zoo (Hubertusalle 30 in Wuppertal) ist im Sommer von 8.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Kinder bis 16 Jahren 4 Euro, für Erwachsene 8 Euro.

 www.zoo-wuppertal.de



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