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Kirchentag beginnt mit Riesenstau

Von DANIEL TAAB, 06.06.07, 21:30h, aktualisiert 07.06.07, 16:00h

Der Kirchentag hat am Mittwoch- nachmittag stundenlang für ein Verkehrschaos in der Innenstadt gesorgt. Der Verkehr staute sich zu Spitzenzeiten von der gesperrten Deutzer Brücke bis zur Tunisstraße zurück.

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Klug per Bahn: In den Autos musste man lange warten.
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Klug per Bahn: In den Autos musste man lange warten.
Der Kirchentag hat gestern Nachmittag stundenlang für ein Verkehrschaos in der Innenstadt gesorgt. Der Verkehr staute sich zu Spitzenzeiten von der gesperrten Deutzer Brücke bis zur Tunisstraße zurück. Um 16.15 Uhr zog die Verkehrsleitzentrale die Notbremse und hob die eine Stunde vorher verfügte Sperrung der Deutzer Brücke und der Siegburger Straße auf.

„Auf der Nord-Süd-Fahrt ist der Verkehr kurz nach 16 Uhr völlig zusammengebrochen“, sagte Wilfried Bornholt von der Leitzentrale. Auf der Siegburger Straße seien die Verkehrsbehinderungen „extrem“ gewesen. Auch auf der Severinsbrücke war alles dicht, auf den Linien der KVB kam es zeitweilig ebenfalls zu Verspätungen. Erst gegen 19 Uhr entspannte sich die Lage in der Innenstadt leicht. Der Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Köln, sprach von einem verkehrstechnisch verpatzten Start des Evangelischen Kirchentages.

Die Stadt verteidigte die zeitweise Sperrung der Deutzer Brücke. „Wir sind davon ausgegangen, dass Menschenmassen wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft über die Fahrbahn in Richtung Poller Wiesen unterwegs sein würden“, sagte Bornholt. Dort fand gestern Abend die große Eröffnung des Kirchentages statt. Man wollte die Autofahrer umleiten, damit die Fußgänger nicht gefährdet würden. Doch statt in großer Zahl gingen die Besucher in kleineren Grüppchen und völlig gesittet über den Gehweg der Brücke zu den Wiesen. „Wir haben die neue Lage sofort erkannt und besonders wegen der erheblichen Verkehrsprobleme die Brücke sofort wieder geöffnet“, betonte Bornholt gegenüber der Rundschau.

Auch rund um den Hauptbahnhof kam es zu Verkehrsproblemen. Privatautos konnten sich nur über die Straße Unter Sachsenhausen dem Bahnhof nähern oder versuchen, sich durch die Blechlawine am Breslauer Platz zu quälen. Spätestens am Kreisverkehr war dort Schluss, nur Reisebusse, Rettungswagen oder Taxen durften passieren. Für Ordnung sorgten zwei junge Männer und zwei junge Frauen aus dem Raum Dresden. Und die Kirchentags-Verkehrslotsen durften nicht zimperlich sein. „Wir werden oft beschimpft. Aber es ist cool hier“, fand die 17-jährige Elisa und stoppte Sekunden später wieder einen Autofahrer, der seine Freundin direkt zum Bahnhof bringen wollte.

Ein besonders dickes Fell hatte aber der 21-jährige Malte. Zwischen 13.15 Uhr und 13.30 Uhr rasteten gleich zwei Kölner Autofahrer aus und fuhren den Lotsen an. „Ein Mercedes-Fahrer hatte Gas gegeben und wollte mich überfahren. Ich habe mich aber vor ihn gestellt“, berichtete Malte. Zusammen mit KVB-Mitarbeitern der Nord-Süd-Bahn-Baustelle wurde der Fahrer gestoppt, und kurze Zeit später war auch schon die Polizei da. Der aggressive Autofahrer wird wohl seinen Führerschein abgeben müssen. Malte nahm den Vorfall dennoch gelassen: „Sind eben Idioten.“ Sein ersten Köln-Aufenthalt will sich der 21-Jährige nicht vermiesen lassen.



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