Von Daniel Taab, 23.05.07, 19:16h, aktualisiert 23.05.07, 21:21h
Am Montag gegen 18 Uhr wurde die Polizei über den Fall informiert. Nach eigener Aussage hatte der Junge mit einem Freund auf dem Spielplatz an der Burgenlandstraße gespielt und dabei einen „Junkie“ beobachtet, der sich einen „Schuss“ setzte. „Der Mann ist auf uns zugekommen. Während mein Freund weglief, hat mich der Fremde am Arm gepackt und mir die Spritze in den Arm gestochen“, sagte der Schüler in seinem ersten Gespräch mit der Polizei. An der Vernehmung am Krankenbett sagte der Junge dann, dass er keine Spritze gesehen habe und sich nur an den Stich erinnern kann. „Wir versuchen die Widersprüche aufzuklären“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Baldes. Auch bei der Beschreibung des Tatverdächtigen gibt es verschiedene Aussagen. Der Verletzte beschrieb den Abhängigen als einen schwarzhaarigen Mann, während sein Freund „definitiv“ von einem Typen mit hellblonden Haaren sprach, so der Sprecher.
Spricht man mit den Müttern auf dem Spielplatz über die Ursachen der Drogenprobleme, wird oft der Name „Junkie Bund“ genannt. Bei der Selbsthilfeorganisation finden Süchtige Betreuung und können Spritzen tauschen. Ein benachbartes Ladenlokal soll sich zu einem Umschlagsplatz für Drogen entwickelt zu haben, sagen Anwohner. Den „Junkie Bund“ gibt es seit 2003 an der Taunusstraße. Er soll bald geschlossen werden, ein neuer Standort ist noch nicht gefunden. „Wir suchen mit Hochdruck“, hatte Sozialdezernentin Marlis Bredehorst den Anwohnern bei einer Versammlung im März versprochen.
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