Erstellt 16.07.07, 21:05h
Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit geraumer Zeit gegen rund 100 Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und Angestellte städtischer Unternehmen wegen Aufsichtsratsreisen, die zumindest in Teilen den Charakter von „Lustreisen“ gehabt haben sollen.
Große wie kleine Fraktionen kritisierten die gestrige Veranstaltung als „reine Geldverschwendung“ und „populistische Propagandablase“. Man beschäftige sich seit über einem Jahr mit diesem Thema, unterstrichen die großen Fraktionen. Und man brauche auch in diesem Bereich ein verbindliches Regelwerk. Die Frage des „Taschengeldes“ beispielsweise stelle sich längst nicht mehr, weil die Gewährung vor geraumer Zeit abgeschafft worden sei.
Gründe für eine Einberufung des Rates in der Sommerpause - darin waren sich alle außer pro Köln einig - gebe es nicht. Und so hatten die Mehrheit denn auch keine Fraktionsmitglieder aus den Ferien zurückbeordert.
Dezernentin Agnes Klein beantwortete in der Ratssitzung für die Verwaltung Fragen zur Reise der KölnMusik GmbH nach St. Petersburg im Juli 2002, wegen der die Staatsanwaltschaft auch gegen Oberbürgermeister Fritz Schramma ermittelt.
Nach Angaben der Verwaltung beliefen sich die Gesamtkosten auf 72 774 Euro, die Reisekosten für die elf Personen lagen bei 25 694 Euro, die Hotelkosten bei 29 712, für Veranstaltungen wurden 2986 Euro ausgegeben, für Bewirtungen 9362 Euro und für Organisation 5020 Euro. (hap)
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