Von SUSANNE HAPPE, 31.07.07, 21:37h, aktualisiert 01.08.07, 14:41h
Insgesamt waren knapp 20 Leute an den Fahrten beteiligt, unter ihnen auch Oberbürgermeister Fritz Schramma an der nach Moskau. Deswegen werde auch gegen ihn ermittelt, sagte Feld. Schramma sei damals in seiner Doppelfunktion als OB und Verwaltungsratschef mitgereist, unterstrich Inge Schürmann vom städtischen Presseamt, weil ein Firmenkundenabkommen zwischen der Sberbank Moskau und der Sparkasse unterzeichnet werden sollte.
Der heutige Verwaltungsratsvorsitzende und SPD-Fraktionschef Martin Börschel war sowohl in Moskau als auch in Istanbul dabei. Ob auch gegen ihn ermittelt wird, dazu wollte sich Oberstaatsanwalt Feld gestern wegen Börschels Immunität als Landtagsabgeordneter nicht äußern. Börschel selbst betonte, ihm sei nichts bekannt. Er habe die Reisen sowohl dem Finanzamt angezeigt als auch der Sparkasse den mit dem Finanzamt festgelegten Privatanteil an den Reisen erstattet.
Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen rund hundert Politiker, Unternehmensvorstände und Spitzenbeamte, die an 27 Aufsichtsratsreisen teilgenommen haben wegen des Verdachts der Untreue. Die Fahrten sollen zum Teil auch reine „Lustreisen“ gewesen sein. Das haben die beschuldigten Firmen zurückgewiesen. Gegen den OB wird auch ermittelt, weil er mit dem Aufsichtsrat der Kölnmusik GmbH 2002 nach St. Petersburg fuhr. Für die Fahrt wurden damals rund 75 000 Euro ausgegeben. Schramma und andere Politiker haben inzwischen gefordert, ein festes Regelwerk für solche Reisen aufzustellen.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt