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Fööss mal mit Falco und den Funken

Von NADIN HÜDAVERDI, 19.08.07, 21:52h

Köln - Von der Südhalbkugel aus betrachtet mag Köln schon fast am Nordpol liegen. Doch was das Temperament angeht, machten die 5000 Besucher des Bläck Fööss-Konzerts im Tanzbrunnen den Lateinamerikanern echte Konkurrenz.

Von der Südhalbkugel aus betrachtet mag Köln schon fast am Nordpol liegen. Doch was das Temperament angeht, machten am Samstag die 5000 Besucher des Bläck Fööss-Konzerts im Tanzbrunnen den Lateinamerikanern echte Konkurrenz. Ausgelassen feierten sie Andreas Wegener, Bömmel Lückerath, Erry Stoklosa, Kafi Biermann, Peter Schütten, Ralph Gusovius und Hartmut Priess, der gestern seinen 65. Geburtstag im engsten Kreis feierte. Präsentiert wurde der Auftritt von der Rundschau.

Drei Stunden lang brachten die Fööss das Publikum mit ihren alten Hits zum Mitsingen und Hüpfen. Und bei „Katrin“ wünschte sich manche Dame, das Lied sei ihr gewidmet - ganz egal ob sie nun Helga, Gaby oder Tanja hieß. Auch die Lieder von der neuesten CD wie „Rut un Wieß“ oder „Bickendorfer Büdche“ konnte das Publikum kräftig mitsingen. „Ihr seid überwältigend“, rief Schütten ergriffen den Fans zu. Angeheizt von dem Treiben vor und auf der Bühne, ließ sich ein Paar bei „Lappa Loma“ gar zu einem Mambo mitten in der Menge hinreißen.

Für einen weiteren Stilmix sorgten die ohnehin experimentierfreudigen Fööss, als sie passend zu den barocken Kostümen der Rosa Funken - die als Gäste auftraten - weiße Perücken aufsetzten. Doch die Fans hatten schon eine Überraschung für die Kult-Musiker parat: Gerade als sie Mozarts kleine Nachtmusik anspielen wollten, sangen die 5000 Besucher „Ihr habt die Haare schön“, worauf die Sieben nur noch verlegen lächelten. Auch auf eher exotischeres Terrain wagten sich die Kölner: Erry Stoklosa interpretierte etwa lasziv angehaucht „Rock me Amadeus“ von Falco im rosa Lackfrack der Funken. Später sangen die Fööss noch den Beatles-Klassiker „All you need is love“, und Peter Schütten beschwor im Glitzerjackett „Elvis lebt!“, während er wie der King die Hüften kreisen ließ und anerkennende Pfiffe erhielt.

„Das ist wunderbar, dass das Publikum jede Zeile mitsingen kann. Das beweist, welche Kraft die Stücke haben“, sagte Hartmut Priess, während er nach dem Konzert ausgiebig Autogramme gab. So auch für Sabine Vincken aus Lörrach: „Mein Mann ist Kölner und hat mich mit der Musik angesteckt. Ich hoffe, sie spielen auch mal bei uns.“ Und vielleicht mögen dann die Süddeutschen auch die Latinos vom Rhein.



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