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CJD-Schule gedenkt der getöteten Hannah

Erstellt 03.09.07, 21:40h

Königswinter - Schüler und Lehrer der Jugenddorf-Christophorus-Schule Königswinter werden am Dienstagvormittag der getöteten Hannah W. gedenken. Der Tag beginnt mit einer gemeinsamen Besinnung in der Aula.

BILD: POLIZEI
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Die 14-jährige Hannah aus Königswinter.
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Die 14-jährige Hannah aus Königswinter.
KÖNIGSWINTER. Schüler und Lehrer der Jugenddorf-Christophorus-Schule Königswinter werden heute Vormittag der getöteten Hannah W. gedenken. Nach Angaben von CJD-Gesamtleiter Reinhard Koglin werden die Schüler, die gestern nach der Absage des geplanten Schulausflugs schulfrei hatten, heute von 7.55 bis 13.10 Uhr auf dem Schulgelände zusammenkommen. Der Tag beginnt mit einer gemeinsamen Besinnung in der Aula.

„Normaler Unterricht wird nicht möglich sein, aber es wird einen strukturierten Tag geben“, so Koglin gestern. Den Schülern solle viel Raum für ihre Trauer gegeben werden. Unterstützung erfahren die Lehrer von Psychologen des CJD sowie von den Notfallseelsorgern des Rhein-Sieg-Kreises. In den Klassen sollen viele Gespräche geführt werden. „Die Aula, das Keller-Theater und der Raum der Stille stehen den ganzen Tag als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung“, so das CJD.

Nachdem die Polizei offiziell gestern Nachmittag bestätigt hatte, dass es sich bei der gefundenen Toten um die 14-jährige CJD-Schülerin handelt, steht die Schule, steht die gesamte Stadt Königswinter unter Schock. Viele Schüler suchten bereits gestern Nachmittag das von der Polizei gesicherte Schulgelände auf. Die angrenzende Kirche Maria Königin des Friedens, wo sich viele Jugendliche trafen, und der Raum der Stille sind für die trauernden Schüler, ihre Eltern, Lehrer und Angehörige geöffnet. „Die Betroffenheit und das Entsetzen sind sehr groß. Hannah war eine ganz beliebte Schülerin“, so Koglin. Für die Klasse 8a, 9b und die Jahrgangsstufe 13 findet am morgigen Mittwoch ein Elternabend statt.

Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz legte bei der gestrigen Sitzung des städtischen Hauptausschusses in Oberpleis eine Gedenkminute für die getötete Schülerin ein. „Ich kann das unermessliche Leid der Familie nur erahnen“, sagte Wirtz, selbst Vater dreier Töchter, der die Familie persönlich kennt. „Es gibt nichts Schlimmeres für Eltern, als so etwas zu erfahren.“ Er appellierte an alle, die Familie in Ruhe zu lassen, ihre Privatsphäre zu wahren, damit sie ihre Trauer und ihren Schmerz bewältigen könne. Wirtz hofft, dass „die Behörden den oder die Täter ermitteln“. Denn die Menschen in Oberdollendorf und Königswinter haben Angst. Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers kündigte an, die Polizei werde bis zur Aufklärung des Verbrechens verstärkt Präsenz in Königswinter zeigen. Die Ermittler hoffen auch weiterhin auf Hinweise von Zeugen unter der Telefonnummer (02 28) 150. (mhm / csc)



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