Schriftgröße

Gefährliche Bakterien in Kölner Trinkwasser

Erstellt 03.09.07, 12:43h

An der Kölner Universität sind bei Trinkwasser-Untersuchungen im Frühjahr eine hohe Konzentration der gefährlichen Legionellen-Bakterien entdeckt worden. Auch Schwermetalle wurden gefunden.

Köln - Bei Trinkwasser-Untersuchungen sind in zahlreichen Instituten der Kölner Universität im Frühjahr erhöhte Konzentrationen der gefährlichen Legionellen-Bakterien entdeckt worden. Die Universität habe daraufhin Sofortmaßnahmen ergriffen, bestätigte eine Pressesprecherin Zeitungsberichte vom Montag. Neben den Bakterien wurden auch überhöhte Schwermetall-Werte gemessen. Die beanstandeten Wasserleitungen wurden stillgelegt oder mit kochendem Wasser thermisch gereinigt. Es habe keine Gesundheitsgefahr bestanden. Es sei aber damals versäumt worden, Mitarbeiter und Studenten zu warnen.

Legionellen können schwerste Lungenentzündungen verursachen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird. Einige der fast 50 Bakterien-Arten können die gefürchtete Legionärskrankheit hervorrufen, die auch tödliche Folgen haben kann. Dem Kölner "Express" zufolge ist der Kontaminations-Herd an der Hochschule noch nicht gefunden.

Fast alle Gebäude der Uni seien vom DMT-Labor aus Essen im März im Auftrag der Universität untersucht worden, wie dies jedes Jahr geschehe, sagte Pressesprecherin Merle Hettesheimer. Eine Legionellen-Kontamination sei in der Biochemie, an Chemischen Instituten, der Genetik und Botanik entdeckt worden. Bei Schwermetallen waren die Werte stark überhöht in den Chemischen Instituten sowie dem Arbeits- und Wirtschaftrecht. "Die stark belasteten Leitungen sind sofort stillgelegt worden", sagte Hettesheimer.

Um die Bakterien zu bekämpfen, seien Rohre in weiteren betroffenen Gebäuden thermisch desinfiziert, also mit kochendem Wasser durchspült worden. In einigen Bereichen sei die Wasserzufuhr aber bis heute noch abgestellt. Das Gesundheitsamt habe die Gebäude erneut geprüft, Gespräche über mögliche weitere Schritte seien geplant. Die Uni räumte zugleich ein, es sei "schiefgelaufen", dass die Fakultäten nicht sofort über die überhöhten Werte informiert wurden. Erst vor einigen Tagen seien Berichte über die gefährlichen Funde in Rektorat, Fakultäten und bei Studenten durchgesickert, erklärte Hettesheimer.

Legionellen können die Lungen befallen, wenn zerstäubtes Wasser eingeamtet wird, etwa beim Duschen oder Aufdrehen des Wasserhahns. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Berlin erkranken in Deutschland jährlich rund 6000 Menschen an der Legionärskrankheit, die ihren Namen von einer Epidemie unter Kriegsveteranen vor 30 Jahren in den USA bekam. (dpa)



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige




Rundschau-Spezial


Rundschau-Wahl


Bildergalerien


Handball exklusiv



Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Rundschau-Service


Rundschau-Service


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Lokalsport


Rundschau-Forum


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)



Extra