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Hannahs Lieblingslied gespielt

Erstellt 09.09.07, 22:03h

In einem bewegenden Abschiedsgottesdienst in der Aula der Jugenddorf Christophorusschule konnten Angehörige, Freunde, Mitschüler und Lehrer der CJD-Schule einen Ort für ihre Trauer finden.

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Teilnehmer des Schweigemarsches zum Gedenken der getöteten Hannah.
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Teilnehmer des Schweigemarsches zum Gedenken der getöteten Hannah.
KÖNIGSWINTER. In einem bewegenden Abschiedsgottesdienst in der Aula der Jugenddorf Christophorusschule konnten Angehörige, Freunde, Mitschüler und Lehrer der CJD-Schule einen Ort für ihre Trauer finden. Mehr als 1000 Menschen versammelten sich in und um die Aula, um der 14-Jährigen Hannah zu gedenken. Sie war heute vor einer Woche tot aufgefunden worden. Eine heiße Spur von dem oder den Tätern hat die Polizei noch nicht.

In einem Gottesdienst mit Gebeten, Gesang und Schweigeminuten versuchten die Menschen am Samstag, den intensiven Trauerprozess um Hannah zu bewältigen. Die Konzertpianisten Markus Krebel und Annette Willer-Krebel spielten zu Beginn und am Ende des Gottesdienstes Stücke von Franz Schubert und begleiteten die Gemeinde bei den gemeinsamen Kirchenliedern. „Gott sucht unsere Nähe und ist in unserer Nähe“, sagte Pfarrer Helmut Hühnerbein, Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD), in seiner Predigt. Danach wurde Hannahs Lieblingslied „Dont matter" von Akon eingespielt, das von der Kraft der Liebe erzählt, die helfen kann, schwere Zeiten gemeinsam zu überstehen.

Die Fürbitten sprachen Schulpflegschaft, Lehrer und Schüler und das gemeinsame „Vater unser“ Pfarrerin Pia Haase-Leh, die auch den Segen erteilte. Vor der Aula stiegen rote und weiße Luftballons in den Himmel - fünf zusammengebundene symbolisierten die Familie. Ergriffen und gerührt verließen die Teilnehmer des Gottesdienstes das Schulgelände. Es war ähnlich wie schon beim „Lichterweg“ am vergangenen Mittwoch, als mehr als 6000 Menschen bei einem Schweigemarsch ihrer Trauer um das junge Mädchen Ausdruck gaben.

Die 22-köpfige Mordkommission hat inzwischen mehr als 250 Hinweise aus der Öffentlichkeit bekommen, denen sie derzeit nachgeht. Am Wochenende wurde in diesem Zusammenhang auch ein Altkleidercontainer durchsucht, sagte ein Polizeisprecher. Einzelheiten zu dem Fall werden von den Ermittlern allerdings nach wie vor nicht herausgegeben.

Aufruf im Internetportal

Gestern Nachmittag fuhr ein Autokorso mit 18 Fahrzeugen von Neuwied nach Oberdollendorf. Mitglieder der Internetplattform „ www.wer-kennt-wen.de hatten zu der „Trauerfahrt“ aufgerufen, die von der Polizeiinspektion Neuwied begleitet wurde. Der Auto-Korso führte durch das Wiedtal über Hausen und Bad Hönningen zum Wegekreuz in der Oberdollendorfer Cäsariusstraße, das mittlerweile zu einer kleinen Gedenkstätte für die getötete Hannah geworden ist. (mmn / csc)



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