Erstellt 10.10.07, 07:18h
Wir wollen ausgetretene Pfade verlassen, betonte Kirschbaum. Im ersten Projektteil sollen acht- bis zwölfjährige Kinder mit Spiel- und Informationsmaterialien lernen, rassistische, diskriminierende und die Menschenwürde verachtende Handlungen und Äußerungen zu erkennen und ihnen zu begegnen. Lehrer hätten mit diesem Ansatz ermutigende Erfahrungen gemacht. Zweitens sollen alle Ehrenfelder dazu aufgerufen werden, die NS-Zeit ihres Stadtteils zu erforschen.
Brücke in die
Vergangenheit
Die gemeinsame räumliche Umgebung ist dafür eine tragfähige Basis, auch für Kinder mit Migrationshintergrund, glaubt Kirschbaum. Sparkassen, Polizei, Schulen, die aus dieser Zeit stammen, Hausbewohner, Pfarreien und viele mehr sollten Fotos und andere Unterlagen zusammentragen, um Brücken in die Vergangenheit zu schlagen - in Form der NS-Geschichte einer Adresse etwa einer Ausstellung. Drittens solle ein Netzwerk gegen rechts entstehen.
Bis 20. Oktober können beim NS-Dok Anträge für Ideen eingereicht werden, die noch dieses Jahr verwirklicht werden sollen, sonst ist der 31. Dezember Anmeldeschluss. Antragsberechtigt sind gemeinnützige, nichtstaatliche Organisationen wie etwa Schulfördervereine, Jugendinitiativen, Seniorenclubs oder Wohlfahrtsverbände. Kirschbaum ist unter 221-26 332 und unter barbara.kirschbaum@stadt-koeln.de zu erreichen. Infos zum Bundesprogramm gibt es auch im Internet. (vol)
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