Von TIM ATTENBERGER, 21.10.07, 21:32h, aktualisiert 22.10.07, 14:24h
In einer Zukunftswerkstatt sollen ältere Bürger ihre Erfahrungen und ihr Wissen einbringen, um das Bildungsangebot in Köln zu verbessern. „Wir wissen im Moment noch nicht, wie wir in der Zukunft Jung und Alt unter einen Hut bringen sollen“, sagte Eva-Maria Heinen (Kölnische Rundschau), die das Gespräch auf dem Blauen Sofa moderierte.
„Es gibt eine unheimliche Kraft und Energie bei den Älteren“, so VHS-Leiterin Gabriele Hammelrath. Man brauche neue Formen von Angeboten, bei denen sich die Senioren aktiv einbringen können und nicht nur unterrichtet werden. „Sie sind die Experten ihrer eigenen Bildung“, motivierte Miriam Haller von der Universität die 200 Besucher.
Stephan Geffers und Petra Eickhoff stellten die Methodik der Zukunftswerkstatt vor. Es gebe insgesamt drei Phasen, die durchlaufen werden. „Zuerst kommt die kritische Bestandsaufnahme, dann die Fantasie und Utopie und am Schluss die Verwirklichung und Planung“, erläuterte Geffers. Die Besucher sollten sich in Kleingruppen aufteilen, um einen Eindruck von der Umsetzung zu bekommen. Dazu erhielten sie Umschläge mit Aufgaben. Zu der Frage, warum eine Zukunftswerkstatt notwendig sei, entstanden schnell rege Diskussionen. „Wir müssen das Altersbild positiv verändern“, sagte die 66-jährige Gunthild Schnocks. Andere wiesen darauf hin, dass es strukturelle Veränderungen geben müsse. „Die Angebote müssen besser vernetzt sein“, fand Anneliese Kohl.
„Das war nur der Vorgeschmack, bei der Zukunftswerkstatt haben wir sechs Stunden Zeit“, erklärte Geffers. Die Ergebnisse sollen an den Rat übergeben werden. Am kommenden Samstag, 27. Oktober, können sich Interessierte zwischen 10 und 16 Uhr am „Kompetenzzentrum Alter“ im Philosophikum der Universität beteiligen. Anmeldung unter 02 21 / 69 20 24 9.
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