Von SARAH SCHMIDT, 25.10.07, 07:06h
Die Konejung-Stiftung fördert kulturelle Projekte und Geschichtsforschungen, die sich schwerpunktmäßig mit der Römerzeit, dem Mittelalter und den Kriegen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Zudem wird jährlich ein nach dem Stifter benannter Preis verliehen.
Der Geschichtsverein Euskirchen erhält die Auszeichnung für die Aufarbeitung der dunklen Kapitel der Geschichte Euskirchens, hieß es in der Jurybegründung. Neben der Ausstellung und dem zweibändigen Werk Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen wird der Verein für das grenzüberschreitende Projekt mit dem Geschichtsverein der Partnerstadt Charleville-Mezieres ausgezeichnet. Gemeinsam erarbeiteten die beiden Vereine das zweisprachige Buch Besatzungszeiten - Occupations: Die Ardennen 1914-1918, Das Rheinland 1918-1930, und eine dazugehörige Ausstellung.
Die Laudatio hielt Dr. Karola Fings, die im vergangenen Jahr Preisträgerin war. Der 1958 gegründete Geschichtsverein habe sich zu einer bedeutenden, fachkundigen Instanz entwickelt. Die 800 Mitglieder machten es möglich, Projekte auf lange Zeit zu verfolgen, unterstrich Fings.
Auch wenn es in der Eifel noch andere wichtige Themen gebe, sei es durchaus wichtig, mit den Mythen der NS-Zeit aufzuräumen, betonte Achim Konejung, Jurymitglied und Sohn des Stiftungsgründers Horst Konejung, der vor eineinhalb Jahren verstarb. Gerade in der jetzigen Übergangszeit, wo Zeitzeugen sterben, müssen noch die wichtigen Informationen gesammelt werden. Diese wichtige Aufgabe habe der Geschichtsverein übernommen.
Wir wollen den Blick auf die damaligen Verhältnisse und den Zeitgeist lenken, erklärte Dr. Weitz. Hauptsächlich beschäftige sich der Verein mit der Ursachenfrage.
Die Beiträge und Veröffentlichungen sollen zum Verständnis der Vergangenheit beitragen. Moralische Verurteilungen spielten dabei überhaupt keine Rolle. Die Bewertungen bleiben dem Leser überlassen.
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