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Bildungskiosk für Senioren

Von NADIN HÜDAVERDI, 28.10.07, 21:29h

Köln - Ein Bildungskiosk, bei dem Wissbegierige in ihrem Veedel Kurse ihrer Wahl buchen können - das wäre einer der Wünsche, die die Senioren bei der Zukunftswerkstatt „Kompetenzzentrum Alt“ äußerten.

Ein Bildungskiosk, bei dem Wissbegierige in ihrem Veedel Kurse ihrer Wahl buchen können - das wäre einer der Wünsche, die die Senioren bei der Zukunftswerkstatt „Kompetenzzentrum Alt“ äußerten. In den Seminarräumen der Universität Köln erarbeiteten am Samstag etwa 60 Teilnehmer eigene Ideen für Bildungsangebote für Menschen ab 50 Jahren. Präsentiert wurde die Methode im Rahmen des Kölner Bildungsjahres von der Rundschau zusammen mit Uni, VHS, Stadt und Seniorenvertretung.

Mit Hilfe von Moderatoren und Leiterin Miriam Haller, die für Seniorenstudenten an der Uni zuständig ist, stellten die Teilnehmer ihre Situation in gestellten Bildern dar und beurteilten sie anschließend: „Es gibt zu vielfältige Angebote. Da verliert man schnell den Überblick darüber, was es eigentlich alles so gibt“, bemängelte etwa Ute Leuthoff. Zudem forderten die Senioren mehr Gehör bei den Politikern für ihre Belange. Ein weiteres Defizit herrsche aufgrund der finanziellen Situation der Rentner: „Viele von ihnen beziehen Hartz IV oder nur die Grundsicherung. Daher sind ihnen viele Angebote schlichtweg zu teuer“, weiß Gudrun Kleinpaß-Börschel, die Seniorenvertreterin im Rat ist. „Zudem denken viele, Angebote an der Uni stünden nur für Menschen mit Abitur offen. Das ist aber nicht der Fall.“

Als mögliche Schritte, um ihre Wünsche durchzusetzen, überlegten sich die „Experten in eigener Sache“ etwa die Einrichtung einer Internetseite: „Sie soll die Angebote in der Stadt bündeln und besser miteinander vernetzen“, erklärte Teilnehmer Dr. Klaus Nieswandt. Angesichts der Kursgebühren möchten die Senioren etwa durch Lobby-Briefe an die Stadt auch darauf hinwirken, dass Rabatte für Bedürftige gewährt werden. „Denkbar ist, Stiftungen um Unterstützung zu bitten“, sagte Leiterin Miriam Haller. „Es wäre auch interessant zu erfassen, wo Senioren in der Stadt wohnen und unter welchen Bedingungen sie leben“, meinte Professor Hartmut Meyer-Wolters. Nach diesem ersten Treffen in der Zukunftswerkstatt sind noch weitere geplant.



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