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Kein Duldungsrecht für Glimmstängel

Von EVELINE KRACHT, 12.11.07, 21:23h, aktualisiert 12.11.07, 22:23h

Die Kölner Wirte bereiten sich auf das Rauchverbot ab Mitte 2008 vor. Das Ordnungsamt will streng kontrollieren. Vor allem will es ein Auge darauf werfen, dass sich keine lauten Rauchercliquen vor dem Lokal versammeln.

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Das Rauchverbot macht den Wirten schwer zu schaffen.
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Das Rauchverbot macht den Wirten schwer zu schaffen.
Ein Stehtisch mit zwei Stühlen und einem Schirm vor dem Lokal. Damit hätte den Rauchern unter ihren Gästen schon gedient sein können, meinte Waltraud Bellag, Mitinhaberin des Restaurants „Hase“ in der St. Apern-Straße. Im Hinblick auf das Rauchverbot in Gaststätten zum 1. Juli 2008 stellte die Gastronomin beim Ordnungsamt einen entsprechenden Antrag. Und erhielt einen abschlägigen Bescheid.

„Eine Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie, die vor allem Rauchern unter Umgehung des demnächst in Kraft tretenden Gesetzes zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes in NRW das Rauchen im Freien ermöglichen soll“, könne nicht erteilt werden. Durch die Ansammlung von Rauchern seien Belästigungen für die Nachbarschaft zu erwarten. „Die Leute werden doch ohnehin rausgehen“, ist Bellag dagegen überzeugt.

Im Zusammenhang mit dem Rauchverbot ging auch aus der Altstadt ein Antrag für Außengastronomie bei der Verwaltung ein. Er musste aber „aus bauplanungsrechtlichen Gründen“ abgelehnt werden, so der Leiter des Ordnungsamtes, Robert Kilp. Ein anderer Wirt erkundigte sich bei der Stadt, ob ein StandAschenbecher vor dem Lokal geduldet werde. Auch das nicht, hieß es aus dem Amt. Der Ordnungsdienst werde beobachten, ob sich Raucher-Cliquen vor den Lokalen bilden, von denen möglicherweise eine Ruhestörung ausgehe.

Unterdessen haben sich in Köln schon viele Wirte Gedanken gemacht, wie sie sich auf das Rauchverbot einstellen. „Dann werden wir komplett rauchfrei, und es stehen auch keine Aschenbecher mehr auf dem Tisch“, kündigt Norbert Träger an. Der Chef der Malzmühle glaubt nicht, dass es Probleme mit den Gästen gibt - oder auch Umsatzeinbußen.

Das Café Bauturm auf der Aachener Straße will den Rauchern den Bereich in der oberen Etage zur Verfügung stellen, in der nahe gelegenen Bar Tabac wird ebenfalls ein separater Raucherbereich mit 60 Plätzen hinter Glas eingerichtet.

„Wir werden komplett rauchfrei und die Gäste wenn nötig bitten, das Rauchen sein zu lassen“, heißt es aus dem Petersberger Hof in Klettenberg. „Andernfalls müssen wir sie leider entfernen.“ Bei Oma Kleinmann auf der Zülpicher Straße wird ebenfalls „definitiv“ kein Glimmstängel mehr geduldet. Und wenn doch der eine oder andere glüht? „Wir gucken mal, was wir machen, das wird sich dann schon zeigen“, so ein Mitarbeiter.

Das Kneipen-Restaurant Alcazar, Ecke Bismarckstraße, gewöhnt seine Gäste bereits seit Februar allmählich an härtere Zeiten. „An den Tischen wird schon nicht mehr geraucht“, sagt Mitinhaberin Martina Hermann. Ab Juli ist der Nikotingenuss auch an der Theke tabu - und beim Personal. Hermann: „Wir sind da absolut konsequent. Der Gesetzgeber bestraft letzten Endes den Wirt.“ KOMMENTAR



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