Schriftgröße

„Weltwärts“ helfen

Von FLORIAN OERTEL, 25.11.07, 21:35h

Freiwilligendienste ermöglichen es, Arbeitspraxis oder Auslandserfahrung zu sammeln. Im kommenden Jahr kommt das „Freiwillige Technische Jahr“ sowie „Weltwärts“ dazu. Weltwärts vermittelt einen Eindruck von der Entwicklungszusammenarbeit.

Freiwilligendienste ermöglichen es, Arbeitspraxis oder Auslandserfahrung zu sammeln. Im kommenden Jahr kommt das „Freiwillige Technische Jahr“ sowie „Weltwärts“ dazu. Weltwärts vermittelt einen Eindruck von der Entwicklungszusammenarbeit. „Der Schwerpunkt liegt auf Afrika“, sagt Holger Illi, Sprecher im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin, bei dem Weltwärts angesiedelt ist.

So kann etwa in Tansania bei der Verbreitung von Solar- und Biogasanlagen mitgewirkt werden. Es gibt aber auch ein Projekt in Südindien, bei dem Schulen und Kliniken gebaut werden. Bewerben können sich 18- bis 28-Jährige, die Aufenthalte können zwischen sechs Monaten und zwei Jahren dauern. Mindestvoraussetzung sind ein Hauptschulabschluss plus eine abgeschlossene Berufsausbildung - oder eine erkennbare Eignung für ein Projekt. Wichtig seien auch Sprachkenntnisse, etwa in Englisch, sagt Illig. Für die Teilnehmer sollen keine Kosten entstehen. Jeder von ihnen erhält im Monat ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro.

Bezahlung wie Betreuung leistet die „Entsendeorganisation“, bei der sich der Teilnehmer zuvor beworben hat. Eine Liste finden Interessierte auf der Weltwärts-Webseite. Die ersten Teilnehmer können bereits Anfang 2008 loslegen. Langfristig sollen bis zu 10 000 Stellen pro Jahr entstehen. Deutlich weniger Plätze wird es beim Freiwilligen Technischen Jahr geben: „Wir sprechen von 500 bis 1000“, sagt Katrin Hagedorn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin, das die Federführung hat. Die Teilnehmer sollen erste Erfahrungen bei Wissenschafts-Organisationen wie Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft oder in Unternehmen sammeln können, die sich in der Forschung engagieren.

„Es ist angedacht, dass die jungen Leute für etwa sechs Monate in diesen Unternehmen mitlaufen“, sagt Hagedorn. Bewerber sollten das Abitur in der Tasche haben und etwa 18 bis 22 Jahre alt sein. Informationen wird das BMBF demnächst auf seiner Webseite bekanntgeben. Die ersten Teilnehmer sollen im Sommer 2008 beginnen.

Wem das noch zu vage ist, kann sich an einen der etablierten Dienste halten: an das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) etwa oder an das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Die Anforderungen unterscheiden sich von Träger zu Träger: „Bei uns kann sich jeder zwischen 16 und 26 Jahren bewerben“, sagt Arne Mensching von der Stiftung Naturschutz Berlin. „Voraussetzung ist ein Schulabschluss.“ Auch die Bezahlung ist nicht bei allen gleich: „Bei uns gibt es 355 Euro, und wir übernehmen sämtliche Versicherungen.“

 www.weltwaerts.de

 www.bmbf.de

 www.foej.de

 www.pro-fsj.de



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Anzeige


Anzeige


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Rundschau live


Bildergalerien


Rundschau auf Facebook

Kölnische Rundschau on Facebook

Rundschau-Service


Rundschau-Service


Rundschau-Webbewerb


Serie


Bussgeldkatalog


Extra


Dienste