Erstellt 17.12.07, 18:49h
Die Botschaft in Kabul empfiehlt allerdings allen Eingereisten, sich registrieren zu lassen. Neben Angaben zu Adresse und Grund des Aufenthalts sollen sie zum Beispiel angeben, wer im Notfall benachrichtigt werden kann. Alle, die sich in einen E-Mail-Verteiler setzen lassen, erhalten sicherheitsrelevante Informationen.
Viele Deutsche bleiben aus familiären Gründen in Afghanistan, obwohl sich die Sicherheitslage besonders für Ausländer verschärft hat. Andere engagieren sich als Entwicklungshelfer oder arbeiten für Unternehmen. Wie viele deutsche Firmen am Hindukusch Mitarbeiter haben, ist unklar. Die Zahl der Diplomaten und Angestellten der deutschen Botschaft wird auf rund 40 geschätzt.
15 private deutsche Hilfsorganisationen sind nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) am Hindukusch aktiv. Hinzu kommen 4 staatliche Organisationen, die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die KfW Entwicklungsbank, der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und das Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM).
Mit diesen 19 Organisationen kooperiert das BMZ, indem es sie mit Projekten beauftragt. Dies spiegelt aber nach Aussagen des Sprechers nicht das gesamte deutsche Engagement in Afghanistan wider. Keine Hilfsorganisation sei verpflichtet, mit den offiziellen Stellen zusammenzuarbeiten. Deutsche Hilfsgruppen und Helfer könnten zudem auch für internationale Geberorganisationen tätig sein. Eine Pflicht zur Registrierung bei der deutschen Botschaft in Kabul besteht nicht.
Vor Reisen an das Land am Hindukusch warnt das Auswärtige Amt seit längerem dringend. Es bestehe landesweit die Gefahr von Attentaten oder das Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. Es sei gefährlich, in Afghanistan zu arbeiten. Wer dorthin reise, tue dies in eigener Verantwortung. (dpa)
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