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7,9 Prozent der Schulabgänger „ohne alles“

Erstellt 26.12.07, 14:37h

76.249 Jugendliche verließen 2006 die Schule ohne jeden Abschluss. Dies sind 7,9 Prozent des Altersjahrgangs. Im Jahr 1996 waren es noch 8,7 Prozent - die Kultusminister hatten sich jedoch wesentlich mehr vorgenommen.

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Sowohl auf Eltern als auch auf Kinder wirkt der Stempel der „Hauptschule” desillusionierend - vor allem die mageren Berufsaussichten geben Anlass zur Sorge.
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Sowohl auf Eltern als auch auf Kinder wirkt der Stempel der „Hauptschule” desillusionierend - vor allem die mageren Berufsaussichten geben Anlass zur Sorge.
Berlin - 76.249 Jugendliche haben im vergangenem Jahr ihre Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen. Dies sind 7,9 Prozent des Altersjahrganges, geht aus der neuen Statistik der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor. Zehn Jahre zuvor (1996) hatte diese Quote 8,7 Prozent betragen.

Der häufigste Schulabschluss in Deutschland bleibt der Realschulabschluss: Rund 395.000 Schüler erreichten ihn im vergangenen Jahr, dies sind jedoch rund 3.900 weniger als 2005. Einen Hauptschulabschluss machten rund 237.500 Schüler (minus 4.300); rund 258.000 Schüler erreichten das Abitur oder Fachabitur. Hier gab es ein Plus von rund 5,8 Prozent.

Nachqualifizierung kommt teuer - GEW spricht von "Schneckentempo"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete am Mittwoch die nur geringfügige Verbesserung der Schulabschluss-Quote als enttäuschend. Bei diesem "Schneckentempo" kämen die Kultusminister "ihrem Versprechen kaum näher, die Schulabbrecherquote schnell zu halbieren", sagte die GEW-Vizevorsitzende Marianne Demmer. "Durchgreifende Erfolge sind nur mit maßgeschneiderter individueller Förderung für jeden einzelnen vom Scheitern bedrohten Jugendlichen zu erzielen." Der bisherige Maßnahmenkatalog der Kultusminister sei aber ein "Bauchladen unverbindlicher Absichten."

Um die Zahl der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss gibt es seit Jahren politischen Streit. Die Bundesagentur für Arbeit und der Bund müssen Jahr für Jahr mehrere hundert Millionen Euro für die Nachqualifizierung dieser Jugendlichen aufwenden. Die Kultusminister hatten in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehrfach zugesagt, die Quote zu halbieren. Zwei Verträge zwischen der KMK und der Bundesagentur zeigten jedoch bisher kaum Wirkung. Daraufhin hatten die Kultusminister im Oktober erneut ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, die Umsetzung aber allein den Ländern überlassen.

(dpa/bs)



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