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Hilfe für kranke Vierbeiner

Von HARALD KNOOP, 15.01.08, 19:44h

Kreis Oberberg - Wie ihre Kollegen Humanmediziner haben jetzt auch Oberbergs Tierärzte einen kreisweiten Notdienst eingerichtet. Mit Hilfe eines Notdienst-Planes soll es kein Herrchen im Notfall zu weit haben.

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Für Tiere im Oberbergischen ist künftig Hilfe im Notfall immer nah.
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Für Tiere im Oberbergischen ist künftig Hilfe im Notfall immer nah.
AUS DEM KREIS. Wie ihre Kollegen Humanmediziner haben jetzt auch Oberbergs Tierärzte einen kreisweiten Notdienst eingerichtet. Nach Dienstschluss werden wochentags jeweils zwei Veterinärpraxen Notdienst haben, an den Wochenenden sogar drei. Tierärzte-Sprecher Eberhard Steinkrüger: „Wir haben es jetzt endlich geschafft, diesen Service für den ganzen Kreis anzubieten.“ Die Tierärzte im Südkreis schickten Notfälle in der Vergangenheit meist gleich weiter an die Tierkliniken in Windeck oder Wissen.

38 niedergelassene Tierarztpraxen gibt es im Kreis, die meisten kümmern sich um Klein- und Heimtiere, etwa ein halbes Dutzend auch um Großtiere wie Pferde, Rinder, Ziegen und Schafe. Um den Tierhaltern nicht zu weite Anfahrten in die Praxen zuzumuten, ist der Notdienst so eingeteilt, dass an den Wochenenden je eine Praxis im Norden, in der Mitte und im Süden des Kreises erreichbar ist. Der Notdienst geht wochentags von 20 bis 8 Uhr früh, an den Wochenenden von Samstag 12 Uhr mittags bis Montag 8 Uhr morgens. Die „Lücke“ von vier Stunden am Samstag sei kein Problem, sagt Steinkrüger, viele der Praxen hätten vormittags ohnehin geöffnet.

Was die vierbeinigen Patienten zu medizinischen Notfällen macht, unterscheidet sich auf den ersten Blick gar nicht so sehr von den menschlichen Malaisen: Unfälle, Infektionen, Fettsucht, oder Magen-Darm-Erkrankungen. Hunde, die beim abendlichen Gassigehen angefahren werden, die Katze, die sich frühmorgens verletzt nach Hause schleppt - beides sind Fälle für den Notarzt.

Zum Teil greifen die heimischen Tierärzte auch auf Hilfe von auswärts zurück. Den Hund, der abends gefüttert wird und dessen Magen sich beim anschließenden Herumspielen mit Herrchen oder Frauen lebensgefährlich verdreht, „den kann ich alleine nicht operieren“, sagt Steinkrüger. Solche Patienten überweist er dann nach der Vorbehandlung umgehend an Tierkliniken in Köln oder Gießen.

Während die Zahl der Kleintiere, also Hunde und Katzen, nach Steinkrügers Eindruck stagniert, nimmt die Zahl der so genannten Heimtiere zu - also Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen oder Chinchillas. Wie ihre Halter den Notfalldienst erreichen können, erfahren sie täglich aus dem Notdienstplan in der OVZ oder direkt auf der Internetseite der Tierärzte. Die war, so Steinkrüger, bei ihrem Erscheinen bundesweit noch einzigartig, die Idee wurde mittlerweile aber auch von Tierärzten in Berlin und Köln übernommen.

 www.tieraerzteoberberg.de



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