Erstellt 14.01.08, 15:12h
Laut Borowski haben sich die Bayern intensiv um ihn bemüht. "Ich sehe das als große sportliche Herausforderung. Im Sommer werde ich 28 Jahre alt, und für mich stand deshalb fest, wenn ich noch einmal etwas Neues mache, dann jetzt", nannte der Mittelfeldmann die Gründe für seinen Wechsel. Geld habe keine Rolle gespielt. Einen vorzeitigen Transfer in der Winterpause zum FC Bayern lehnt er jedoch ab: "Das ist für mich kein Thema. Ich werde weiterhin für Werder Gas geben."
Der WM-Teilnehmer, dem ein gutes Verhältnis zu Ex-Bundestrainer Klinsmann nachgesagt wird, hatte nach zwölf Jahren im Werder-Trikot die Bremer Verantwortlichen am Sonntagabend in Belek über seine Pläne informiert, den im Dezember angebotenen neuen Vertrag nicht anzunehmen und stattdessen zu wechseln. Borowski: "Ich bin mit dem Thema offensiv umgegangen und habe immer ehrlich gesagt, was ich tue. Alle Parteien sind jetzt in einer guten Position." Trainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs hatten keine Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch den Spieler umzustimmen. "Ich bin nicht so fadenscheinig und verhandle im neuen Jahr alibi-halber weiter. Für mich war klar, dass ich gehe", stellte Borowski klar.
Auch Bayern München betonte, dass der Borowski-Transfer nicht vom künftigen Bayern-Coach Klinsmann angestoßen worden sei. "Da gibt es keinen Zusammenhang", sagte Manager Uli Hoeneß im Trainingslager des deutschen Rekordmeisters im spanischen Marbella. Klinsmann habe die Verpflichtung aber für gut befunden, meinte Hoeneß: "Wir haben Jürgen das letzte Woche mitgeteilt, er hat diese Verpflichtung begrüßt."
Der 31-malige Nationalspieler Borowski wird in München einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Er setzt die Tradition namhafter Werder-Profis von Mario Basler bis Miroslav Klose fort, die nach München wechselten. "Die Bremer haben gute Spieler. Aber in dem Fall Borowski ist es auch so, dass dessen Vertrag abläuft und der Spieler ablösefrei zu uns wechseln wird. Das kommt bei Nationalspielern nicht alle Tage vor", erklärte Hoeneß. Man habe sich schon in den vergangenen Jahren Gedanken über Borowski gemacht. "Jetzt hat uns die Möglichkeit, ihn ablösefrei zu verpflichten, schon gereizt." (dpa)
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